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Lauenburg Endspurt für die B 207neu: Freie Fahrt ab Herbst
Lokales Lauenburg Endspurt für die B 207neu: Freie Fahrt ab Herbst
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12:34 06.08.2014
Die Arbeiten am Straßenbett der B 207 gehen am südlichen Ortsausgang von Pogeez zügig voran. Bald wird Asphalt aufgetragen. Quelle: Horst Kömme

Die Bauarbeiten für den zweiten und letzten Abschnitt der B 207/neu gehen in Richtung Zielgerade. Voraussichtlich im Spätherbst werden die ersten Autos und Laster auf dem Weg zwischen Ratzeburg und der Autobahn A 20 nicht mehr durch die Orte Pogeez und Groß Sarau rollen. Dann werden für die Bauarbeiten insgesamt gut vier Jahre ins Land gegangen sein.

Für die lange Bauzeit ist im Wesentlichen die Problematik um die Entsorgung der Torflinsen verantwortlich, die das Vorhaben fast um ein ganzes Jahr zurück geworfen hat.

Was jetzt noch fehlt, lässt sich knapp beschreiben: Der eigentliche Straßenbau für den 5,3 Kilometer langen Abschnitt ist zu etwa 80 Prozent erledigt, die Zu- und Abfahrten an der A

20-Anschlussstelle Lübeck-Süd müssen noch angepasst werden. Und jetzt steht der federführende Landesverkehrsbetrieb (LBV) in Lübeck vor den Ausschreibungen für die so genannte Straßenausstattung.

Dahinter verbergen sich Straßenschilder, Begrenzungspfähle, Lichtzeichenanlagen, Markierungen und anderes mehr in einem Kostenvolumen von rund 700 000 Euro. Wenn im Herbst der zweite Teil der B

207neu eröffnet wird, sind insgesamt rund 14 Millionen Euro buchstäblich, aber im positiven Sinne, in den Sand gesetzt worden. Schließlich sind dann über 250 000 Kubikmeter Erde in Lärmschutzwälle verwandelt und 80 000 Kubikmeter Boden ausgetauscht worden.

Neun Brücken mussten im Zuges des zweiten B 207neu-Teils gebaut werden, an einer davon, nämlich bei Klein Sarau, wird es einen direkten Anschluss an die neue Bundesstraße mit einer Ampelanlage geben.

Ansonsten dürfte man auf der neuen Strecke durchaus zügiger voran kommen als auf dem ersten, 2008 fertig gestellten Teil zwischen der A 20 und der Kreuzung Kronsforder Landstraße in Lübeck. Allein der Hochschulstadtteil machte mehrere Ampelstopps erforderlich.

Ob die jetzt bald fertige B 207neu ebenfalls ein durchgehendes Tempolimit von 70 km/h bekommen wird wie das erste Stück, vermochte der LBV-Chef Jens Sommerburg noch nicht zu sagen. Auf jeden Fall wird die alte B 207 zwischen Groß Grönau und Pogeez — künftig zur Landesstraße herabgestuft — und „langsamer“. Kurioserweise wird sie dann allerdings in einem besseren Zustand sein als jetzt, denn bei einem Wechsel der Baulastträger muss eine Straße in tadellosem Zustand übergeben werden. Die B 207 alt wird künftig als Landesstraße komplett saniert sein. Im Bereich Pogeez, soviel steht bereits fest, wird diese Straße verschmälert und Parkstreifen werden angelegt. Automobile Berufspendler und Anwohner können also bald gleichermaßen aufatmen: Die einen haben‘s kürzer, die anderen ruhiger.

Und eine runderneuerte Straße obendrein.

B 207neu in Zahlen
Baubeginn: 2011, vier Jahre nach Fertigstellung des ersten Abschnitts (2008)

2011 drei Torflinsen (80 000 Kubikmeter) müssen entsorgt werden. Lange ist unklar wohin


Streckenlänge: 5,3 km, neun Brücken kosten allein 16 Millionen Euro


Angestrebter Fertigstellungstermin im März 2012: Sommer 2014

Ackerflächenverbrauch: 100 Hektar

März 2012: Bauarbeiten werden nach Lösung des Torflinsenproblems fortgesetzt

Erwarteter Entlastungsfaktor für Pogeez und Groß Sarau: über 10 000 Fahrzeuge pro Tag.

Matthias Wiemer

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