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Lauenburg Endspurt für die erweiterte Regionalleitstelle Süd Termin für Probebetrieb wird gehalten. Die Erweiterung kostet gut eine Million Euro.
Lokales Lauenburg Endspurt für die erweiterte Regionalleitstelle Süd Termin für Probebetrieb wird gehalten. Die Erweiterung kostet gut eine Million Euro.
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00:00 13.10.2012
Hinter der Plane im Hintergrund wird gebaut: Einsatzsachbearbeiter Franz Thiele ist dennoch konzentriert bei der Sache.
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Herzogtum Lauenburg

Bad Oldesloe/Ratzeburg – Es wird mächtig gewerkelt im zweiten Stock des Hauses B der Bad Oldesloer Kreisverwaltung in der Mommsenstraße. Die Regionalleitstelle Süd der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg soll demnächst erweitert werden – um Ostholstein. Dafür braucht es Platz.

Nach der wöchentlichen Baubesprechung aller Projektbeteiligten inspizieren Klaus Kucinski, Leiter des Fachbereichs Bau, Umwelt und Verkehr beim Kreis Stormarn, und Thomas Schmidt, der stellvertretende Leiter der Leitstelle Süd, das Voranschreiten der Bauarbeiten. Wände wurden in den vergangenen Wochen eingerissen und neu gesetzt, ein zweiter Boden eingezogen, Lampen installiert, Kabel und Leitungen für die umfassende Technik verlegt. Alles im laufenden Betrieb, denn hinter einer blauen Plane staubdicht abgeschirmt geht die Koordination der Notfalleinsätze weiter. „Zur Kernarbeitszeit zwischen acht und 16 Uhr konnten hier natürlich keine Wände eingerissen werden. Das wurde dann abends gemacht“, so Kucinski.

Es wird schick. Der Lageraum ist nahezu fertig, ebenso das Zimmer, in dem zusätzlich zwei Mitarbeiter bei Großeinsätzen untergebracht werden können. In die eigentliche Schaltzentrale mit den großen Pulten und vielen Monitoren werden noch zwei weitere Arbeitsplätze integriert. Im November soll alles fertig sein. „Und dann haben wir noch eine Übergangszeit, in der wir Ostholstein herüberholen können“, sagt Thomas Schmidt. Denn für den sauberen technischen Übergang zeichnet die Leitstelle verantwortlich. Im Januar soll es einen Probelauf geben, ab Februar dann werden 28 Mitarbeiter die Notfalleinsätze aus drei Kreisen im Dreischichtsystem koordinieren. Nach alter Rechnung sollte die Erweiterung der Regionalleitstelle gut eine halbe Millionen Euro kosten. Nun kommt fast noch einmal soviel oben drauf. „Schuld“ ist eine EU-Richtlinie – die DIN 50 518 für Alarmempfangsstellen. Der Norm unterworfen sind alle Notruf- und Serviceleitstellen deren empfangenen Meldungen, Alarme und Rufe eine umgehende Bearbeitung erfordern – somit auch die Regionalleitstelle Süd, in der seit 2006 die Notrufe aus Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg zusammenlaufen. Die Norm erfordert unter anderem deutlich höhere Sicherheitsstandards, zum Beispiel den Einbau einer Personenschleuse. „Die Summe wäre auch zustandegekommen, hätte man zu Beginn der Planungsphase gleich an die EU-Richtlinie gedacht“, erklärt Klaus Kucinski die Verdoppelung der Baukosten. Sie sei also nicht wirklich überraschend, sondern komme lediglich zu spät. „Zum Glück, bevor die ursprünglichen Planungen umgesetzt worden sind.“

Wer wie viel der Mehrkosten trägt, scheint indes nicht klar. So laufen noch Verhandlungen mit den Krankenkassen. Mit deren Geld refinanziert sich die Regionalleitstelle zu 60 Prozent. Und was auf die beteiligten Kreise zukommt, ist ebenfalls ungewiss.

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