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Lauenburg Energiesparen für Unternehmen
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13:57 04.12.2018
Etwa 40 Unternehmer und Politiker sind bei der zweiten Veranstaltung der Reihe Zukunft zeigen in der Büchener Priesterkate dabei. Quelle: Holger Marohn
Büchen

Während im polnischen Katowice derzeit 13000 Experten über die Rettung des Weltklimas diskutieren, haben in Büchen 40 Unternehmer über ganz konkrete Projekte zur Kohlendioxideinsparung gesprochen.

„Jeder hat im eigenen Betrieb die Möglichkeit Verbesserungen zu erzielen“, forderte Landrat Dr. Christoph Mager die Unternehmer zu mehr Mut und Einsatz auf. Der Kreis selbst setze verstärkt auf Photovoltaik und habe vor einigen Jahren ein Blockheizkraftwerk gebaut. „Das ist zwar nicht sehr originell, aber ein deutlicher Schritt zur Verbesserung der Kohlendioxid-Bilanz“, sagte Mager. Er gehe davon aus, dass von dieser Veranstaltung jeder etwas mit nach Hause nehmen könne.

Betrieb komplett umstrukturiert

Wie einfach und lohnend Klimaschutz ganz konkret sein kann, machte Klaus Lange von Das Cafehaus in Hamburg deutlich. Durch die konsequente Beachtung von Klimaschutzmaßnahmen sei es gelungen, den Stromverbrauch um 187000 Kilowattstunden auf 42000 Kilowattstunden zu reduzieren. „Nehmen Sie einfach mal einen Taschenrechner in die Hand. Einfacher können Sie kein Geld sparen“, sagte Lange.

Grundansatz der Überlegungen in seinem Betrieb sei ein kompletter theoretischer Neubeginn gewesen. „Ich habe ein weißes Blatt Papier genommen und überlegt, wie ich es machen würde, wenn ich noch einmal komplett neu bauen würde“, sagte Lange. Im zweiten Schritt sei dann jedes einzelne Gerät im Betrieb unter die Lupe genommen worden. „Man muss einfach den Mut haben, sich auch von einem Gerät mal zu trennen“, sagte Lange, der seinen Betrieb seit 2006 komplett energetisch umorganisiert.

Workshops als nächster Schritt

So ließ er seine sieben Heißwasserthermen ausbauen und entsorgen und nutzt stattdessen über eine Wärmerückgewinnung die Abwärme seiner Kälteanlagen. Die wurde früher ungenutzt abgeführt.

Von diesen und anderen Projekten sollen nun auch die Firmen im Lauenburgischen lernen. So soll ein nächster Schritt der Reihe verschiedene themenbezogene Workshops für Unternehmen sein. Nähere Informationen gibt es bei der IHK, der WfL und den Klimaschutzmanagern der Städte und Ämter.

Holger Marohn

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