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Lauenburg Entenfamilie dank Feuerwehr wieder vereint
Lokales Lauenburg Entenfamilie dank Feuerwehr wieder vereint
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17:52 29.06.2012
Ungewöhnliches Arbeitswerkzeug: Diesmal kam bei Ralf Glanzow (li.) und Peter Crampe der Kescher zum Einsatz. Quelle: Christian Nimtz
Ratzeburg

Warum die Entendame ihre Behausung nicht wie üblich im Wasser wählte, sondern in dem Wohn- und Geschäftshaus in der Herrenstraße, ist unklar. Die Lage erwies sich jedoch als ungünstig: „Nachdem ihre Küken am Mittwoch geschlüpft waren, wollte die Entenmutter eigentlich am Donnerstagabend mit ihrem siebenköpfigen Nachwuchs Richtung Wasser marschieren“, berichtet eine Anwohnerin. Doch die im Garten des Hauses laufenden und piependen Kücken konnten ihrer Mutter nicht folgen, weil der Innengarten des Hauses von einer Hecke sowie einer hohen Mauer umgeben ist.

Eine Lösung musste her - und zwar schnell. „Nachdem eine Anwohnerin mich informiert hatte, dachte ich gleich an unsere Freiwillige Feuerwehr und gab den 'Rettungseinsatz' an die ehrenamtlichen Helfer weiter“, sagte die Ordnungsamtleiterin der Stadt Ratzeburg Martina Radszuweit.

Die Retter rückten mit einem Karton, Kescher und Toastbrot an und versuchten, die Entenmutter mit dem Kescher einzufangen. „Das gelang uns leider nicht - die Entenmutter flatterte davon“, sagte Feuerwehrmann Ralf Glanzow. Die sieben Küken hatten sich daraufhin sofort im Gebüsch versteckt.

„Als wir dann die Küken aus dem Gebüsch geholt und vorsichtig in einen Karton gelegt hatten, kam auch die Entenmutter nach einiger Zeit wieder angeflogen“, so Ralf Glanzow weiter. Nun nutzte er gemeinsam mit Feuerwehrmann Peter Crampe die Chance und hob den Karton mit den Jungtieren über die Mauer auf den Parkplatz der Post in der Töpferstraße.

Dort wurden die Küken sofort wieder freigelassen - und auch die Mutter kam schnell flatternd zu ihrem niedlichen Nachwuchs zurückgeflogen. „Nun übernahmen wir nur noch den Begleitschutz der zusammengeführten Entenfamilie, indem wir sie sicher über die Töpferstraße in Richtung Bötersteg und dort zum Ratzeburger See führten“, sagte Peter Crampe.

Nach dem rund einstündigen „Familienzusammenführungseinsatz“ konnte die glückliche Entenmutter ihrem Nachwuchs das Wasser zeigen und davon schwimmen.

LN

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