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Lauenburg Erfolgreiche Bilanz: WfL sorgt für 248 neue Arbeitsplätze
Lokales Lauenburg Erfolgreiche Bilanz: WfL sorgt für 248 neue Arbeitsplätze
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12:06 14.03.2016
Mit großflächigen Werbetransparenten wie diesem 2012 im Hamburger Hauptbahnhof warb die WFL für das Lauenburgische. Quelle: LN-Archiv

 Doch die Herausforderungen sind groß. Die goldenen Zeiten der Nachwiedervereinigung, in denen im Lauenburgischen die Gewerbegebiete wie Pilze aus dem Boden schossen und sich ein Unternehmen nach dem anderen in der einstigen Grenzregion ansiedelte sind vorbei.

 

 Und auch die millionenschwere und viel diskutierte Standortkampangne mit „Erpresserbriefen“ und Großplakaten am Hamburger Hauptbahnhof ist vorbei.

„Auch wenn die Kampagne jetzt ausläuft, werden wir immer noch auf die Aktion angesprochen. Das ist in den Köpfen drin“, sagt Hahn. Und das ist auch bitter nötig. Denn wenn Unternehmen sich im Großraum Hamburg ansiedeln wollen, haben die Kreise Pinneberg, Segeberg oder Stormarn mit den Autobahnen als Achsen große Vorteile. Fast an jeder Abfahrt würden dort Gewerbepark entstehen. „Bei uns kommt erst einmal der Sachsenwald und wer sich dahinter umschaue, sei dann auch schon ganz schnell im mecklenburgischen Gallin, wo deutlich höhere Förderungen locken“, so Hahn.

Gleichzeitig fordert Hahn eine stärkere Kooperationen der Hamburg-Rand- Kreise bei der Außendarstellung. „Auf einer Messer für Investitionen wie der Expo Real in München haben überhaupt nur eine Chance wahrgenommen zu werden, wenn wir uns zusammentun“, sagt Hahn.

Immerhin konnten im vergangenen Jahr noch fünf Gewerbegrundstücke mit zusammen 20700 Quadratmetern Fläche verkauft werden. 248 neue Arbeitsplätze (Vorjahr: 107) entstanden und die WfL begleitete Investitionen von 23,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,8).

Doch die Neuansiedlung ist längst nicht mehr alles. „Unsere Arbeit verschiebt sich immer mehr in die Bestandspflege“, sagt WfL-Chef Hahn. „Wir müssen nah und früh an den Unternehmen sein, um möglichst früh Engpässen mitzubekommen.“ So konnten durch Betriebsverlagerungen innerhalb des Kreises anstelle einer Abwanderung 190 Jobs gehalten werden. „Das klappt allerdings nicht immer. Manchmal sind wir auch zu spät“, räumt Hahn ein. Im Hauptausschuss des Kreis forderte Vorsitzender und CDU-Fraktionschef Norbert Brackmann zuletzt eine stärkere Unterstützung der Landesplanung. Bestes Beispiel sei Schwarzenbek, wo die Entwicklung neuer Gewerbegebiete letztlich am seit fast 20 Jahren ruhenden Weiterbau der Ortsumgehung scheitere. Denn Flächen werden dringend benötigt. „Auf den ersten Blick sieht das noch ganz gut aus“, sagt Hahn. „Speziell im Südkreis sind wir aber schon nicht mehr gut aufgestellt“, warnt Hahn. Das Problem: Bis ein neues Gewerbegebiet fertig ist, vergehen schnell drei bis fünf Jahre.

Von Holger Marohn

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