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Lauenburg Erfolgreiches Kino-Jahr fürs Burgtheater
Lokales Lauenburg Erfolgreiches Kino-Jahr fürs Burgtheater
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13:04 07.01.2018
Martin Turnowski, Chef des Ratzeburger Kinos Quelle: Dorothea Baumm
Ratzeburg

Obwohl – vielleicht ist es keines dieser drei Themen, sondern die Tatsache, dass am 15. Januar im Rahmen des Filmclubs Montagskino „Die dunkelste Stunde“ gezeigt wird. Die Ratzeburger Kinobesucher dürfen den politischen Spielfilm im Rahmen einer bundesweiten Vorpremiere sehen. Turnowski selbst hat den Film vor drei Wochen in einer exklusiven Vorstellung für Kinobetreiber in Berlin gesehen – und er ist schwer begeistert: „Der Film ist einfach ganz wunderbar.“ 

Ratzeburger Kino-Highlights zum Wochenbeginn

Zwei besondere Formate bietet das Burgtheater in Ratzeburg Kinofans an. Im Filmclub Montagskino werden Filme jenseits des Mainstream gezeigt. 

Die Filmclub Dokumentation ist dienstags zu sehen. Ausnahme: am Möllner Doku-Dienstag.

Über die Tatsache, dass der Streifen den 44-Jährigen „echt umgehauen“ hat, hinaus, ist es der Punkt, dass das Burgtheater ihn in der Vorpremiere zeigt. „Es ist etwas ganz besonderes, einen solchen Film für nur eine Vorstellung zu bekommen“, erklärt Turnowski. Offiziell startet „Die dunkelste Stunde“ bundesweit am Donnerstag, „und alle Kinos, die den Film zeigen, müssen ihn für drei Wochen im Programm haben“. Das ist der lange und sehr starke Arm der Verleih-Firmen, die mächtig Druck auf die Kinobetreiber ausüben. Sollte der Film später in Ratzeburg regulär ins Programm aufgenommen werden, so wird das frühestens in drei Wochen sein. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, schaut den Film über Winston Churchills dunkelste Stunde als junger Premierminister am 15. Januar um 20 Uhr.

Reservieren kann nicht schaden: „Das Montagskino hat sich 2017 weiter gut entwickelt. Mit durchschnittlich 105 Zuschauern können wir sehr stolz sein!“ Der Ratzeburger Filmclub, 1992 gegründet und mit schnell etwa 300 Mitgliedern gestartet, hat im vergangenen Jahr die 1000er Marke geknackt und zählt aktuell 1090 Mitglieder. „Wir sind Deutschlands größter Filmclub“, betont Turnowski.

Hochzufrieden ist er auch mit den Besucherzahlen des neuen Doku-Formats. War ursprünglich monatlich eine Doku geplant, ist seit Start im Oktober jede Woche eine Dokumentation im Programm, „nur dann nicht, wenn in Mölln eine Doku gezeigt wird. Wir wollen keine Konkurrenz dagegen machen.“ Das Programm für Februar und März ist in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gestaltet.

Ein Thema, das Turnowski sehr bewegt, ist die Barrierefreiheit seines Kinos. Rollstuhlfahrer kommen mit Hilfe in jeden der drei Säle. Aber auch Hör- und Seh-Barrierefreiheit ist wichtig. Der Kinobetreiber denkt über die Anschaffung einer Cinema Connect Anlage nach. Damit ist mit Hilfe einer App über das eigene Smartphone Hörunterstützung, Audiodeskription, also die Filmbeschreibung für Blinde, das Beschreiben von Geräuschen für Nichthörende und sogar der Filmgenuss im Original möglich. Jetzt knobelt Turnowski an der Finanzierung: Die Anlage kostet inklusive Installation 20 000 Euro.

Rundum bilanziert Turnowski also ein erfolgreiches Filmclub-Kinojahr. Und freut sich auf viele zufriedene Gäste im Burgtheater in 2018.

Dorothea Baumm

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