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Lauenburg Erneut wird in Nusse ein Auswärtiger Schützenkönig
Lokales Lauenburg Erneut wird in Nusse ein Auswärtiger Schützenkönig
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22:15 10.08.2015
Die letzten Stunden seiner Regentschaft erlebte Herbert Michael Ahrens als „Häuptling der Indianer“. Quelle: Fotos: Jens Burmester

Auf den Mannhagener Herbert Michael Ahrens folgt mit Holger Heitmann aus Borstorf wieder ein Auswärtiger als Schützenkönig des Schützenkorps Nusse. Heitmann wurde unter großem Beifall am Sonnabend proklamiert.

Zwei Tage lang feierten die Nusser Schützen ihr diesjähriges Schützenfest. Der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ pünktlich die Sonne hinter den Regenwolken hervorkommen. Am Sonnabend wurde zunächst der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende König Herbert Michael Ahrens zu Hause in Mannhagen aufgesucht. Der wurde dann von den Nusser Damen mit Indianerschmuck ausstaffiert und sie sangen für ihn den Gassenhauer „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“. Am Abend zuvor hatte der Zeltwirt zur Discoparty bei freiem Eintritt geladen, doch Gäste waren kaum zu zählen. Gleiches gilt auch für den Schlagerabend am Sonnabend, ebenfalls vom Zeltwirt veranstaltet.

Zum Königsessen am frühen Nachmittag waren dann auch Abordnungen der befreundeten Vereine nach Nusse gekommen. Zu den Ehrengästen zählte neben dem Ehrenpräsidenten des Norddeutschen Schützenbundes, Peter Eyferth, und dem Vorsitzenden des Kreisschützenbundes, Willi Holst, auch Landrat Dr. Christoph Mager. Für seine Aussage „Wenn ein Verein sein 50-jähriges Jubiläum feiert, ist es doch selbstverständlich, dass jemand vom Kreis auch zum Gratulieren kommt“, erhielt Mager großen Beifall. Während auch der Kreissportverband durch seinen Vorsitzenden vertreten war, war vom Amt Sandesneben/Nusse niemand der Einladung gefolgt.

Jürgen Pakebusch, Vorsitzender des TSV Nusse und damit Chef des Muttervereins der Nusser Schützen, die ja eine Sparte des TSV Nusse bilden, zeigte in seinem doch arg langen Grußwort noch einmal die Geschichte des Schützenkorps auf. Und er wetterte dann auch noch gegen die geplante Amts-Arena, die Sporthalle, die in Sandesneben gebaut werden soll. Das sei ein Prestige-Objekt des Amtes und könne von den Mitgliedern des Nusser Schützenkorps wie auch von den Reitern aus Duvensee, die ebenfalls dem TSV Nusse angehörten, nicht genutzt werden. Dennoch müsse man dafür zahlen und das könne so nicht sein. Die große Mehrheit der Schützen war sichtlich erleichtert, als Pakebusch sein „Grußwort“ beendet hatte. „Das gehört hier überhaupt nicht her“, war auf Nachfrage auch die Meinung fast aller Vereine, die auf die Proklamation des neuen Königs warteten. Die allerdings bekam Pakebusch nicht mit. Der Chef des „Muttervereins“ verlies die Veranstaltung kurz nach seiner Rede.

Erst gegen 17.40 Uhr, nach Tombolaverlosung und Pokalverleihung wurde dann Holger Heitmann aus Borstorf als neue Majestät der Nusser Schützen ausgerufen. Der 43-jährige Kfz-Mechaniker war im Jahr 1999 schon einmal König in Nusse. Zum Festumzug und dem anschließenden gemütlichen Teil im Festzelt waren am Sonntag wieder zahlreiche Gastvereine nach Nusse gekommen.

In Amt und Würden
wurde in diesem Jahr Laura Siemers. Auch sie wohnt nicht in Nusse, sondern in Ratzeburg. Sie war schon mehrfach Jungjungschützenkönigin und Jungschützenkönigin.



Bei den Jugendlichen regiert die Familie Wendlandt. Jungjungschützenkönig wurde Niclas und Jungschützenkönig Marc-Pascal. Niclas stehen Emmelie Ulrich und Cedric Jungesbluth als Ritter zur Seite. Bei Marc-Pascal sind es Julius Kramp und Niklas Ahrens.

Jens Burmester

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