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Lauenburg Erschreckende Bilanz nach einer Woche Tispol-Kontrollen
Lokales Lauenburg Erschreckende Bilanz nach einer Woche Tispol-Kontrollen
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20:23 30.08.2017

Die Landespolizei hat in der vergangenen Woche einen besonderen Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit gesetzt. Die Bilanz ist erschreckend. Lag die Zahl der festgestellten Verstöße im April noch bei 17920, so übertraf die Bilanz der vergangenen Woche diese Zahl um 3410 Verstöße.

Der Sprecher des Landespolizeiamtes, Torge Stelck, bilanziert: „Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Schleswig-Holsteins insgesamt 114 Menschen, mehr als 16000 wurden verletzt. Das Ziel der Kontrollmaßnahmen der Landespolizei ist es, die Hauptunfallursache, nämlich nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit, zu bekämpfen und das Geschwindigkeitsniveau insgesamt zu senken.“

Außerdem spiele die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle bei der Schwere der Unfälle, die andere Ursachen hätten.

Von den 21330 Tempoverstößen, die von der Polizei in der vergangenen Woche bei den sogenannten Tispol-Kontrollen festgestellt wurden, fielen auf das Herzogtum Lauenburg 1519 Verstöße, darunter 33 mit Motorrädern. Die höchste Überschreitung maßen die Beamten bei einem Fahrer außerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Dort war Tempo 70 erlaubt. Der Fahrer war dort mit 165 km/h unterwegs. Das entspricht einer Überschreitung von 136 Prozent – und hat ein Fahrverbot zur Folge.

Tispol steht für Traffic Information System Police und wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von Tispol ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Ständige Schwerpunktthemen sind unter anderem Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- und Personenverkehr.

jeb

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