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Lauenburg Erste Infos zum Wasserschutzgebiet
Lokales Lauenburg Erste Infos zum Wasserschutzgebiet
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20:14 20.01.2017
Hydro-Geologe Dr. Bernd König informierte in Schwarzenbek über die geplante Ausweisung des Wasserschutzgebietes. Quelle: Foto: Ge

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume plant, im Gebiet der Stadt Schwarzenbek ein Wasserschutzgebiet auszuweisen. Die Stadt Schwarzenbek plant, innerhalb des Gebietes an der Lauenburger Straße (Höhe Feuerwehr) ein Baugebiet zu schaffen. Erste Informationen zum geplanten Verfahren gab es am Donnerstagabend. Rund 80 Bürger waren ins Rathaus gekommen, um die Erläuterungen von Mitarbeitern aus dem Ministerium zu hören.

Wie berichtet, hat sich bereits eine Bürgerinitiative formiert, die durch das geplante Baugebiet das Trinkwasser in Gefahr sieht. Deshalb hatte die Stadtverwaltung diesen Info-Termin organisiert. Die Veranstaltung gehörte nicht zum offiziellen Verfahren.

Wie Carsten Wieger aus Kiel eingangs erläuterte, gibt es 37 Wasserschutzgebiete in Schleswig-Holstein. Grundlage sei der Gesamtplan Grundwasserschutz 1995, der 2005 aktualisiert wurde. Hydro-Geologe Dr. Bernd König berichtete, dass das Schwarzenbeker Wasserwerk rund eine Million Kubikmeter Grundwasser pro Jahr entnehmen darf (bis 2034), aktuell sind es rund 840000. Es gibt vier Förderbrunnen. Zwischen 2006 und 2009 waren für das geplante Wasserschutzgebiet 51 Messstellen eingerichtet worden, außerdem gab es 97 Bohrungen, die geologisch ausgewertet wurden. „Das Grundwasservorkommen ist schutzwürdig, um gutes Trinkwasser gewinnen zu können“, sagte König. Das Schwarzenbeker Wasser weise zwar höhere Sulfatwerte als üblich aus, eine die Gesundheit bedrohende Konzentration sei das aber nicht. Das Rohwasser sei zur Weiterbearbeitung gut geeignet. Außerdem teilte König mit, dass das Wasserschutzgebiet weitaus größer sei, als die für das geplante Baugebiet vorgesehene Fläche.

Für die Ausweisung des Wasserschutzgebietes gibt es ein gesetzliches Verfahren, das noch nicht begonnen wurde, da die Unterlagen für die Auslegung noch nicht komplett sind. Diese Veranstaltung gehörte nicht zum offiziellen Verfahren. Der Termin der Auslegung werde öffentlich bekannt gegeben, so Jurist Frank Grewsmühl. Danach bestehe vier Wochen lang die Möglichkeit, Einsicht in die Unterlagen zu nehmen. Bis zwei Wochen nach Ende der Auslegungsfrist können Einwendungen erhoben werden. Danach findet ein öffentlicher Erörterungstermin statt. Erst wenn alles abgearbeitet sei, trete die Verordnung in Kraft. ge

LN

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