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Lauenburg Es ist angerichtet: Aktion Lauenburg'scher Teller eröffnet
Lokales Lauenburg Es ist angerichtet: Aktion Lauenburg'scher Teller eröffnet
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09:44 17.03.2016
Der Lauenburgsche Teller geht mit 12 Gerichten aus elf Betrieben an den Start Quelle: Holger Marohn
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Mölln

Applaus steigt von den Stuhlreihen an den langen Tafeln auf. Rhythmisches Klatschen begleitet den Aufmarsch der Kellner mit den Desserttellern im großen Saal des Möllner Quellenhofes. Einer von ihnen ist der 19-jährige Kochschüler Bjarne Schultz.

Die „Lauenburgischen Wellen“ sind der finale Höhepunkt der diesjährigen Auftaktaktion zum 22. Lauenburg‘schen Teller. Seit eineinhalb Jahren macht Bjarne seine Ausbildung im Ratzeburger Seehof.

Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden der Berufsschule Mölln hat er in seiner Berufsschul-Kompaktwoche das Dessert entwickelt: Blätterteigschiffchen mit einer Crème vor Wellen aus stehenden Karamell-Plättchen und dünnen Apfelscheiben. „Klar macht so etwas Spaß“, sagt Bjarne. Um so etwas zu machen, wolle er Koch werden.

Nur ein paar Meter weiter stehen diejenigen, die genau das schon sind. Knapp zwei Dutzend Köche aus elf lauenburgischen Betrieben haben in dieser Saison die zwölf Teller kreiert. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein vielseitiges Angebot“, sagt Dehoga-Chef Günther Heiligenstühler. Zander, Forelle, Saibling, Hecht und Maräne würden sich genauso im Angebot finden wie Lamm, Schwein und Rind.

Erstmals ist in diesem Jahr auch ein laktosefreies Gericht dabei, das „Türmchen aus Heitmanns Garten“. „Ich habe mich frühzeitig entschieden, so etwas mal auszuprobieren“, sagt Anke Asmus von dem Wotersener Gasthaus Heitmann. Schließlich seien immer mehr Menschen von dem Thema betroffen.

Durchschnittlich 400 bis 500 Teller verkaufen die Betriebe von dem Aktionsgericht. Es gebe inzwischen immer mehr Menschen, die ein regelrechtes „Tellersammeln“ machen würden, sagt Heiligenstühler.

Auch Landes-Dehoga-Präsident Axel Strehl lobt die Aktion. „Das ist eine tolle Sache. Besser können wir für unsere Branche nicht werben“, sagt Strehl. Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) lobte den Tourismus als wichtigen Teil der Wirtschaft.

Allerdings liegt auch ein kleiner Schatten auf der Telleraktion. Erneut sind in dieser Saison weniger Betriebe am Start. „Wir hätten vier Betriebe mehr gehabt, wenn die rechtzeitig einen Koch für die Saison gefunden hätten“, sagt Günter Schmidt, Geschäftsführer der gemeinsamen Vermarktungsgesellschaft der Städte und des Kreises. Es sei mehr denn je deutlich, dass Nachwuchs gebraucht werde.

Genau hier setzt das kreiseigene Berufsbildungszentrum in Mölln an. „Wir reden nicht nur, sondern machen seit drei Jahren auch etwas“, sagt Heiligenstühler mit Verweis auf den neu an der Berufsschule unterrichteten Ausbildungsgang. Einer der Schüler dort ist Bjarne Schultz, der mit dem Dessert bei der Auftaktveranstaltung seinen ersten großen Auftritt hatte. Und vielleicht ist er in einigen Jahren selbst ein Lauenburg‘scher Tellerkoch.

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Elf Restaurants nehmen an der 22. Aktion Lauenburg‘schen Teller teil. Sie bieten insgesamt zwölf Gerichte an. Der Quellenof ist traditionell mit zwei Angeboten dabei. Sämtliche Zutaten der Teller stammen aus der lauenburgischen Region.

Die Teller werden in zwei Kategorien angeboten. Der Rustikale Teller kostet dabei 13 Euro, der Herzog-Teller 16 Euro. Eine Übersicht über alle Tellergerichte und die jeweiligen Köche und ein Video gibt es unter www.ln-online.de.

Von Holger Marohn

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