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Lauenburg Es ist noch viel Geld im Fördertopf
Lokales Lauenburg Es ist noch viel Geld im Fördertopf
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20:46 08.02.2018
Das Alte Amtsgericht in Schwarzenbek, früher ein Gefängnis, konnte mit rund 200000 Euro der Aktivregion Sachsenwald-Elbe umgebaut werden. Hier leben jetzt junge Menschen der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Louisenhof.
Schwarzenbek

Georg Küpper (42) ist seit anderthalb Jahren Regionalmanager der Aktivregion Sachsenwald-Elbe mit Sitz in Schwarzenbek. 56 Gemeinden im Südosten des Landes haben sich in diesem Verein zusammen geschlossen. 25 Projekte sind derzeit in Arbeit. Für den Förderzeitraum von 2015 bis 2020 hat die Europäische Union rund 2,86 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Hälfte ist ausgegeben. Die Aktivregion Sachsenwald-Elbe ist eine von 22 in Schleswig-Holstein, europaweit gibt es 3200. Es geht in erster Linie um eine Stärkung des ländlichen Raumes und Wirtschaftsförderung.

Gute Nachrichten von der Aktivregion Sachsenwald-Elbe: 50 Prozent der EU-Fördermittel – rund eine Million Euro – sind noch im Topf und können für Projekte im Südkreis, die dem Allgemeinwohl nutzen, ausgegeben werden. Auch Privatpersonen und kleine Firmen sollten sich nicht scheuen, Anträge zu stellen.

„Die Bürger haben viele Ideen, aber leider haben nur wenige den Mut, uns ihre Anregungen vorzustellen“, sagt Küpper. Neben Privatpersonen könnten auch Stiftungen, kleine Firmen und nicht gemeinnützige Vereine Anträge stellen.Voraussetzungen: Das Projekt muss für die Öffentlichkeit zugänglich sein und darf keinen Gewinn erzielen. Die maximale Förderung beträgt 100000 Euro bei einem Eigenanteil von 7500 Euro. Finanziert wird die Förderung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds sowie von Bund und Land.

Neu im Fokus der Aktivregion ist eine Pflegestrukturplanung für den Kreis. Hier hat es im November eine Konferenz der Gemeinschaft Pflegeberatung gegeben, unterstützt von den Aktivregionen Herzogtum Lauenburg Nord und Sachsenwald-Elbe. Ziel ist, auf die demografische Entwicklung zu reagieren und eine Infrastruktur zu schaffen, die Pflege, Beratung und Ehrenamt zusammen führt. In der Januar-Sitzung der Aktivregion Sachsenwald-Elbe wurden drei neue Projekte vorgestellt und im Vorstand diskutiert:

1.   Energetische Modernisierung zur Einrichtung der ev. Beratungsstelle am Kirchplatz 5 durch die Kirchengemeinde Lauenburg (Fördermittel über 60000 Euro bewilligt).

2.   Umsetzungsstudie zu Errichtung und Betrieb eines Informations- und Erlebniszentrums zum Thema Klimafolgen Flusslandschaft untere Elbe für Geesthacht (die Aktivregion übernimmt 52000 Euro der Kosten für die Studie).

3.   Neuanschaffung eines Kühlfahrzeuges für die Tafelarbeit in Geesthacht (Anschaffungskosten 47600 Euro, Förderung der Aktivregion 22000 Euro).

Alle Projekte wurden anschließend auch beschlossen, nachdem bestimmte Kriterien erfüllt waren. Die Antragsunterlagen werden nun durch die Geschäftsstelle der Aktivregion beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) in Lübeck zur weiteren Prüfung zwecks endgültiger Bewilligung eingereicht. „Von der Antragstellung bis zur endgültigen Bewilligung dauert es etwa neun Monate“, sagt Küpper.

Der nächste Stichtag zur Einreichung von Projektanträgen ist der 12. Februar (für die 67. Vorstandssitzung am 14. März im Schwarzenbeker Rathaus).

Infos und Anmeldungen:

kuepper@aktivregion-sachsenwald-elbe.eu, Tel. 04151/2079784

Zur Person

Vom Rheinland über Australien, Stuttgart und Schwerin nach Schwarzenbek. Das ist der Weg von Diplom-Agrarökonom Georg Küpper. Der 42-Jährige ist seit Juli 2016 Regionalmanager der Aktivregion Sachsenwald-Elbe. Als Sohn eines Landwirtes in Wolfsburg aufgewachsen, kennt er inzwischen alle Seiten der Medaille.

Als Mitarbeiter diverser Ministerien war er stets für die Formulierung von Förderrichtlinien für Projekte zuständig. Jetzt sitzt er auf der anderen Seite des Schreibtisches, befasst sich mit Antragstellung für Förderungen und vor allem den Menschen, die hinter diesen Anträgen stehen. „Das macht mir sehr viel Freude“, sagt Küpper, der jetzt mit seiner Frau in diesem Kreis wohnt und im Schwarzenbeker Regionalbüro der Aktivregion arbeitet.

Was Freude macht, ist erfolgreich. Das belegen die Zahlen. Konnten in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich etwa fünf bis sechs Projekte jährlich gefördert und realisiert werden, wurden in den Jahren 2016 und 2017 rund 17 Projekte auf den Weg gebracht. ge

Silke Geercken

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