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Lauenburg „Europa wird besser durch Begegnung und Freundschaft“
Lokales Lauenburg „Europa wird besser durch Begegnung und Freundschaft“
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20:16 08.08.2015

Die Städte Esneux-sur-Ourthe/ Belgien und Ratzeburg pflegen seit 1969 ihre Städtepartnerschaft und treffen sich jährlich im Wechsel zusammen mit den Partnerstädten Walcourt (Belgien) und Châtillon-sur-Seine (Frankreich), diesmal im malerischen Esneux in den Ardennen. 36 Ratzeburger waren zu Gast bei Familien oder in Pensionen. Die Parforcehornbläser Maurinetal aus der Partnerstadt Schönberg/Mecklenburg begleiten die Ratzeburger regelmäßig in die französisch-sprachigen Partnerstädte und begeistern dort mit ihren Auftritten.

Mit Esneux verbinden auch viele Jugendliche aus Ratzeburg und Umgebung schöne Erlebnisse, denn sie hatten mit Unterstützung aus der Stadtverwaltung im Rahmen des Programms Integration durch Austausch (IdA) mehrwöchige Praktika in Belgien erlebt und davon für ihren weiteren Berufsweg erheblich profitieren können. Die Teilnehmer erhielten von Martin Steffen im Bus Informationen über Belgien: Entstehung des Königsreichs, Besonderheiten der staatlichen Organisation, ein Land mit drei Sprachen (Französisch in der Wallonie, Holländisch in Flandern und Deutsch im Osten des Landes), Schwierigkeiten des Zusammenlebens zwischen Wallonen und Flamen, die besondere Rolle des belgischen Königs, bekannte Künstler aus Belgien — die in der Regel für Franzosen gehalten werden, die Affinität zur Europäischen Union.

Die Besichtigung des medizinischen Luftrettungszentrums in Bra-sur-Lienne, ein Besuch in Liège (Lüttich) und eine Wanderung durch das Arboretum in Esneux aus Anlass des 110. Baumfestes und des Verbrüderungstreffens 2015 standen auf dem Programm.

Während des Festabends mit etwa 200 Teilnehmern aus allen Partnerstädten und ihren Gastgebern mit Essen und Tanz bis in die frühen Morgenstunden im Gymnasium „Athénée royal d‘Esneux“ bedankte sich Bürgermeister Rainer Voß im Namen der Ratzeburger Delegation für die Gastfreundschaft und führte aus: „Dass uns als Deutsche von Belgiern und Franzosen nach dem schrecklichen Krieg und dem Nazi-Terror, von dem wir vor 70 Jahren befreit wurden, die Hand gereicht wurde und wir so Freunde geworden sind, werden wir nie vergessen. Gerade deswegen wollen wir als Europäer zusammen stehen und die Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft annehmen. Europa wird nicht durch Geld besser, sondern durch Begegnung, Freundschaft und gemeinsames Arbeiten an den Zielen wie Frieden, Freiheit und Demokratie. Allen Tendenzen zur Abkehr von Europa und zurück zum Nationalismus, allen Tendenzen zu autoritären Strukturen und aller Menschfeindlichkeit müssen und werden wir gemeinsam entschieden entgegentreten. Städtepartnerschaften leisten dafür einen großartigen Beitrag.“

Anlässlich eines Empfangs für die offiziellen Vertreter der Städte im 1904 errichteten Chateau Le Fy in Esneux wurde das nächste Treffen in Walcourt vom 8. bis 10. Juli 2016 vereinbart. Gastgeber im Schloss war dessen Besitzer, der holländische Immobilien-Millionär Arthur Paes, der das durch einen Brand stark beschädigte Schloss vor einigen Jahren von der Stadt Esneux kaufte und mit Millionenaufwand in den Originalzustand versetzte und jetzt selbst bewohnt. Paes ist weltweit tätig, auch in Afrika und dort als „König von Ghana“ bekannt und öffnete aus Anlass des Städtepartnerschaftstreffens erstmalig den Park für die Öffentlichkeit.

LN

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