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Lauenburg Evangelische Schule Gülzow entlässt erstmals einen Jahrgang
Lokales Lauenburg Evangelische Schule Gülzow entlässt erstmals einen Jahrgang
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21:17 19.07.2016
Nach vier Jahren in der Grundschule: Erstmals wurde an der 2012 gegründeten Evangelischen Schule Gülzow jetzt eine ganze Gruppe Schüler verabschiedet. Quelle: Timo Jann

 „Das ist hier heute ein Meilenstein“, erklärte Schulleiterin Anke Ormeloh. Bisher wurden nur vereinzelt Schüler verabschiedet. „Das hier ist eine komplette Gruppe, die mit uns Lehrern schon 2012 gestartet ist“, erklärt die Schulleiterin.

Die Nachfrage nach einem Platz an der ESG ist allerdings groß, es werden zum kommenden Schuljahr mehr Kinder neu eingeschult, als jetzt verabschiedet wurden. In drei Gruppen lernen die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse gemeinsam. „Unsere Kinder sind sehr verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll“, zollt Anke Ormeloh ihren Schützlingen Respekt. „Von unserem Konzept des gemeinsamen Lernens sind wir hier alle überzeugt“, sagt sie. Die große Nachfrage für die Dorfschule gibt ihr recht – hatte sich das Land aus der Trägerschaft doch mangels Resonanz bereits zurückgezogen.

Ein Verein mit Bürgermeister Wolfgang Schmahl als erstem Vorsitzenden an der Spitze hatte es sich zum Ziel gesetzt, eine neue Schule aufzubauen. Unterstützung bei der Verwaltung kommt durch die Schulstiftung der Nordkirche in Schwerin. „Die Landesförderung deckt heute einen großen Teil unserer Kosten ab, außerdem zahlen die Eltern ein Schulgeld“, erklärt Schmahl. „Es war richtig, dass wir mit Trägerverein und Förderverein für unsere Schule gekämpft haben. Heute ist sie ein wichtiger Eckpfeiler in der Infrastruktur unserer Gemeinde“, sagt der Bürgermeister. Er geht davon aus, dass im geplanten Neubaugebiet auch viele junge Familien Häuser bauen werden, die ihre Kinder dann im Ort zur Schule schicken können. Für Toni, Max, Leonie und all die anderen Zehnjährigen der ESG steht jetzt dennoch ein Schulwechsel an. Sie werden künftig Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in der Region besuchen. Damit ihre Mitschüler noch lange an sie denken, spendierten sie der Schule eine massive Holzbank, in deren Lehne ihre Vornamen eingraviert sind. Außerdem verschönerten sie die Innenwand der Bushaltestelle an der Schlossstraße mit ihren farbigen Handabdrücken.

Das Konzept

Die Evangelische Schule ist eine kleine Dorfschule. Hier werden die Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren in einer Klasse unterrichtet. Es gibt insgesamt acht Parallelklassen, alle „bestückt“ mit Schülern der Klassenstufen 1 bis 4. Pro Schuljahr rücken immer nur eine Handvoll Schulkinder nach. Die Kleinen sollen vom Wissen der Großen profitieren. Die älteren können ihr Wissen rekapitulieren und durch das Erklären festigen.

 Timo Jann

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