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Lauenburg Explosiver Fund: Junge (9) bringt Handgranate nach Hause
Lokales Lauenburg Explosiver Fund: Junge (9) bringt Handgranate nach Hause
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15:17 16.12.2015
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz, sperrten ab, evakuierten die Häuser. Rechts: So sieht die Handgranate aus. Quelle: Fotos: Timo Jann
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Geesthacht

Riesiger Schreck gestern Nachmittag für Bianca Albers aus Geesthacht: Ihr Sohn Simon (9) brachte vom Spielen auf der Wiese am Borgfelder Stieg eine Handgranate mit nach Hause. Großeinsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst: Der Bereich wurde abgesperrt, mehrere Wohnblocks wurden evakuiert. Sprengmeister Peter Bodes, der Leiter des Kampfmittelräumdienstes der Hamburger Feuerwehr, der in Geesthacht wohnt, kümmerte sich um den Sprengsatz, so dass die Sperrungen nach etwa zwei Stunden wieder aufgehoben werden konnten.

Simon hatte mit seinem Kumpel Chris am Nachmittag auf der Wiese gegenüber des Mehrfamilienhauses am Borgfelder Stieg gespielt. An einem Baum neben dem Heizwerk fanden sie dann die Granate. „Ich habe die Jungs schon aus dem Küchenfenster gesehen und mich gefragt, was sie da Komisches haben“, erklärte Bianca Albers. Doch was ihr Sohn ihr dann auf den Wohnzimmertisch legte, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren. Sie erkannte die Handgranate, ließ den Neunjährigen das gefährliche Teil dennoch wieder nach draußen bringen und rief die Polizei.

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Die Beamten deckten die Granate mit Sand ab, sperrten den Gefahrenbereich, forderten Verstärkung für die Evakuierung und den Kampfmittelräumdienst an. Etwa 50 Menschen, darunter zahlreiche Kinder, kamen im Elim-Gemeindezentrum unter und wurden dort mit Getränken versorgt.

Gegen 15.30 Uhr traf Peter Bodes an der Einsatzstelle ein und verschaffte sich einen Überblick. „Es ist eine Handgranate aus dem Ersten Weltkrieg. Gefährlich, weil noch Schwarzpulver drin ist, aber transportfähig. Solange man da nicht mit brachialer Gewalt rangeht dürfte nichts passieren“, beurteilte er die Situation. In seinem mit speziellen Transportkisten ausgestatteten Einsatzfahrzeug konnte er die Handgranate schließlich sicher verstauen.

Woher die Handgranate aus deutscher Produktion stammt, ist unklar. Möglich, dass sie bei Tiefbauarbeiten für neue Versorgungsleitungen unbemerkt freigelegt und jetzt aus loser Erde ausgespült wurde.

Heute will der Kampfmittelräumdienst aus Groß Nordsee (bei Kiel) den Fundort mit Sonden noch einmal untersuchen. „Ich wusste ja nicht, was wir da gefunden haben“, staunte Simon.

tja

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