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Lauenburg FDP im Kreis bekommt neue Spitze
Lokales Lauenburg FDP im Kreis bekommt neue Spitze
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20:41 09.11.2017
„Ich will mich verstärkt auf meine Aufgaben in Kiel konzentrieren. Christopher Vogt FDP-Kreisvorsitzender
Ratzeburg

Wenn am kommenden Sonnabend, gut sechs Wochen nach dem Wiedereinzug in den Bundestag, sich die Freien Demokraten auf Kreisebene zu ihrer Mitgliederversammlung treffen, könnte die Stimmung kaum besser sein. So soll mit Kubickis Einzug in den Bundestag der Nusser Christopher Vogt in dessen Fußstapfen treten. Außerdem rückt mit Jan Marcus Rossa ein zweiter FDP-Vertreter aus dem Lauenburgischen in den Landtag nach. Und mit einem FDP-Verkehrsminister auf Landesebene, zu dessen Wahlkreis als Bundestagskandidat auch das Lauenburgische zählte, darf sich die FDP im Kreis bei einem ihrer Lieblingsthemen, dem Zustand der Landesstraßen, als bestens vernetzt ansehen. Doch die Erfolge haben auch ihren Preis. Aufgrund seiner gestiegenen Aufgaben auf Landesebene will Vogt die Arbeit im Kreis auf mehr Schultern verteilen und hat nun angekündigt, den Kreisvorsitz abzugeben. Eine Entscheidung, die bereits seit der Landtagswahl festzustehen scheint.

„Trotz dieser wunderbaren Erfolge wird es dem neuen Kreisvorstand nicht an Aufgaben mangeln, die angepackt werden müssen. Ich denke da vor allem an unsere Präsenz im Internet, an die Angebote für unsere Mitglieder und die Einbindung der vielen Neumitglieder und natürlich an die Vorbereitung der Kommunalwahl“, schreibt Vogt in einem Brief an die Mitglieder. „Nach vier Jahren als Ihr Kreisvorsitzender werde ich auf unserem Kreisparteitag nicht erneut für dieses Amt kandidieren, um mich verstärkt auf meine Aufgaben in Kiel konzentrieren zu können“, heißt es. Dem Kreisverband bleibe er als „in der Region fest verwurzelter Landtagsabgeordneter“ selbstverständlich erhalten. Als seinen Nachfolger schlägt Vogt den Dassendorfer Rossa vor, der mit Platz elf auf der FDP-Liste den Einzug in den Landtag verpasst hatte.

Gleichzeitig hält Vogt in seinem Brief einen Rückblick auf die vergangenen Jahre. Nach den vier sehr schwierigen Jahren in der außerparlamentarischen Opposition sei die FDP nun wieder mit einer starken Fraktion in Berlin vertreten. „Dies ist nicht nur für uns Liberale von hoher Bedeutung, sondern auch für die politische Debatte in unserem Land ganz entscheidend“, so Vogt. Letztlich dürfe nicht vergessen werden, dass viele Bürger der FDP diese Rückkehr noch im vergangenen Jahr kaum zugetraut hätten.

Dabei sei der Wiedereinzug das Verdienst von vielen engagierten Freien Demokraten, die im Herbst 2013 nicht den Kopf in den Sand gesteckt hätten. Die schwerste Aufgabe im Zuge der Erneuerung der FDP stehe aus seiner Sicht dabei noch bevor: „Es gilt nun, unsere Partei organisatorisch und inhaltlich weiter zu verbessern, um sie dauerhaft mindestens auf dem jetzigen Niveau stabilisieren zu können“, so Vogt. Die Liberalen treffen sich am Sonnabend ab 15 Uhr im Ratzeburger Restaurant Seehof.

Von Holger Marohn

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