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Lauenburg Falschparker behindern Feuerwehreinsatz
Lokales Lauenburg Falschparker behindern Feuerwehreinsatz
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11:29 25.08.2017
Die Feuerwehr hatte mit Falschparkern zu kämpfen, als sie Freitagnacht in der Straße Am Ried anrücken musste. Quelle: Timo Jann
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Geesthacht

Die Drehleiter konnte nur mühsam gedreht werden, weil im Wendehammer teilweise drei Autos hintereinander standen und der Platz nicht ausreichte. „Zum Glück lag der gemeldete Wohnhausbrand nicht vor. Im Ernstfall wäre das hier kritisch geworden“, sagte Markus Rieckmann, der Maschinist der Drehleiter.

Um 22.21 Uhr hatte die Leitstelle nach dem Notruf von Bewohnern einer Doppelhaushälfte Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. „In dem Haus roch es nach Aussagen der Bewohner verbrannt. Wir haben dann einen Deckenfluter als Auslöser des Geruchs ausfindig gemacht“, sagte Sascha Tönnies, Gruppenführer der Feuerwehr.

Doch die Drehleiter und die Löschfahrzeuge hatten in der ohnehin engen Wohnstraße kaum Platz. Als dann am Ende der Sackgasse gewendet werden sollte, war es ganz vorbei. Anwohner wurden von der Polizei rausgeklingelt, um ihre Autos zur Seite zu fahren. Kurios: Ein Mercedes-Fahrer etwa stand vor seiner Hofeinfahrt verbotswidrig im Wendehammer. Dahinter und daneben weitere Autos. Die Polizei notierte die entsprechenden Kennzeichen und wird den Fahrzeughaltern jetzt wegen des falschen Parkens mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen – das kostet extra – ein Verfahren zukommen lassen. Wahrscheinlich werden dann 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei fällig.

„Das ungünstige abstellen von Autos in Wohnvierteln ist leider weit verbreitet. Heute haben Familien oft zwei oder drei Autos, daran hatte man bei der Planung nicht denken können. Klar, dass dann der Platz für die ganzen Autos nicht reicht. Aber natürlich dürfen sich die Menschen doch nicht selbst oder ihre Nachbarn in eine solche Gefahr bringen“, sagte Jürgen Hellwig, stellvertretender Leiter des Geesthachter Polizeireviers.

tja

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