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Lauenburg Fehlende Unterlagen legen EU-Zuschuss für Moschee auf Eis
Lokales Lauenburg Fehlende Unterlagen legen EU-Zuschuss für Moschee auf Eis
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20:18 22.01.2016

Der Islamische Kulturverein DITIB muss weiter auf einen Zuschuss der Aktiv-Region für die Erweiterung seiner Serrah Moschee in Schwarzenbek warten. „Das Projekt beinhaltet Jugendarbeit, Integration von Flüchtlingen und nachhaltige Daseinsvorsorge und sollte deshalb durch investive Maßnahmen unterstützt werden. Es sind allerdings noch einige Ergänzungen zum Antrag notwendig, die nachgereicht werden müssen“, sagt der Vorsitzende der Aktiv-Region René T. Steinhäuser. Trotz genereller positiver Stellungnahmen für das generationsübergreifende Projekt habe der Antrag in nichtöffentlicher Sitzung vom Vorstand noch nicht abschließend genehmigt werden können.

„Um als Begegnungsstätte für Männer-, Frauen-, Kinder- oder Seniorengruppen zu dienen, ist ein neuer Anbau des Moschee-Gebäudes in der Innenstadt dringend notwendig“, erläuterte Kaya Ugur, vom Islamischen Kulturverein DITIB, der das Projekt mit Assistentin Kübra Kilic vorstellte. Die Kosten von 380000 Euro sollen neben den EU-Mitteln aus Spenden und Eigenmitteln finanziert werden. Geplant sei, künftig Sprach- und Integrationskurse für Flüchtlinge, PC-Kurse, Aktivitäten für Jugendliche, Senioren oder Frauen und andere Bildungsprogramme anzubieten. Dabei soll mit privaten und öffentlichen Bildungsträgern zusammen gearbeitet werden. Unklar ist noch, ob die vom Schimmel befallene alte Moschee in der Kollower Straße saniert wird oder im Lupus-Park ein moderner Neubau entsteht. Imam Hasan Cam und sein Team unterstützen das Sanierungsprojekt der Serrah Moschee. Während der Großteil der Vereinsmitglieder den Wunsch habe, aus Sicherheits- und Mobilitätsgründen von älteren Bewohnern, Kindern und Jugendlichen die Moschee im Wohngebiet in der Innenstadt zu belassen, favorisiere etwa ein Drittel den Neubau. Nach der internen Diskussion und Abstimmung wurde zunächst der Sanierungsantrag für das Gebäude im Wohngebiet eingereicht. Eine neue Abstimmung auf Vorstandsebene der Aktiv-Region über einen Zuschuss wird es während der Sitzung am 9. März in Möhnsen geben. Bis dahin sollen auch die Nachbesserungen vorliegen.

Genehmigt wurde hingegen ein Antrag des Geesthachter Museums für ein kulturtouristisches Projekt über das Leben der ersten Geesthachter Hausfrau vor dreitausend Jahren. Geesthacht ist erst seit 2015 Mitglied der Aktivregion. Als Ausblick waren sich Vorsitzender Steinhäuser und Landrat Dr.

Christoph Mager einig, Kooperationen zwischen EU- und Kreisprojekten durchzuführen. „Wir beabsichtigen auch, verstärkt mit den wirtschaftlichen Vereinigungen im Kreis zusammenzuarbeiten und gemeinsame Projekte zu realisieren“, sagte Mager.

„Wir wollen in Zukunft mehr Kooperationen zwischen Kreis-, EU-Projekten sowie Projekten der wirtschaftlichen Vereinigungen fördern.“
Dr. Christoph Mager, Landrat

Renate Kuhlmann-Wetter

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