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Lauenburg Feiert Mölln auf Kosten der Nachbarn?
Lokales Lauenburg Feiert Mölln auf Kosten der Nachbarn?
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23:13 06.11.2017
Der Möllner Rummel am Abend aus der Luft: Ein leuchtendes Band zieht sich quer durch die Altstadt.  Quelle: Burmester

„Ich hoffe, dass das im kommenden Jahr wieder rückgängig gemacht wird. Sonst sehe ich schwarz für unser Breitenfelder Schützenfest“, sagte Heitmann, selbst Mitglied im Breitenfelder Schützenverein. Schließlich gehe die Tradition des Schützenfestes viel weiter zurück als die des Altstadtfestes.

Der Ärger um die Kollision von Möllner Altstadtfest und Breitenfelder Schützenfest ebbt nicht ab. Beim Herbstmarkt-Empfang im Schützenhof kritisierte der Vorsitzende des Bürgervereins Breitenfelde, Klaus Heitmann, die Zusammenarbeit mit der Möllner Verwaltung.

Es hat Tradition, dass sowohl ein Vertreter der Stadt als auch aus den Umlandgemeinden für eine kleine Rede vor dem Servieren des Grünkohls nach vorn tritt. Neben der scheidenden Möllner Bürgervorsteherin Lieselotte Nagel trat auch Heitmann nach vorn und nahm dabei Möllns Bürgermeister Jan Wiegels aufs Korn. So sei Wiegels bei einer Aufführung im Augustinum erst verspätet gekommen und dann auch noch früher wieder gegangen.

Für die Terminnot des Bürgermeisters hatte Heitmann dabei sogar noch etwas Verständnis. Er schenkte dem Verwaltungschef aber einen Wecker, damit er doch in Zukunft immer pünktlich sein könne. Für besagte Terminplanung der Möllner bezüglich ihres Altstadtfestes und die damit verbundene Kollision mit dem Schützenfest in seiner Heimatgemeinde hatte er jedoch kein Verständnis. „Mölln ist Mittelzentrum, bekommt sogar Geld dafür und sollte mit seinen Umlandgemeinden zusammenarbeiten“, so Heitmann. Die Kollision der beiden Termine sei ohne Not von Mölln herbeigeführt worden. Die Begründungen seien fadenscheinig und nicht nachvollziehbar. Heitmann erklärte, Mölln sei auch auf seine Umlandgemeinden angewiesen und auch beim Herbstmarkt kämen viele Gäste aus dem Umland. Eine gute Zusammenarbeit sei gefordert, die es 2017 nicht gegeben habe.

Die Möllner Kurverwaltung hatte über die Terminänderung bereits im September 2016 entschieden (die LN berichteten). Den Anstoß hätten die Gäste selbst und die Schausteller gegeben, erklärte damals Jochen Buchholz, Leiter der Kurverwaltung. Der Herbst sei aufgrund der vielen Veranstaltungen schwer zu planen, sagte Wiegels gestern. „Aufgrund der Intervention aus Breitenfelde werden wir im Tourismusausschuss prüfen, ob eine Kooperation hinsichtlich der Termine mit Breitenfelde möglich ist“, erklärte Wiegels.

Seinen ersten Auftritt anlässlich des Grünkohlessens hatte der neue Eulenspiegel Sven Kolb. Er spielte Ukulele und fabulierte über die Weltpolitik. Für seinen Auftritt erntete er Beifall.

Mehr Sicherheitskräfte, keine schlimmen Verletzungen

Der DRK-Ortsverein Mölln zog gestern Nachmittag eine positive Bilanz zum Möllner Herbstmarkt. „Es war deutlich ruhiger als in den vergangenen Jahren“, sagt Daniel Herzog, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Mölln und dieses Jahr Einsatzleiter beim Rummel . Er bezieht sich damit auf die geringe Zahl der medizinischen Notfälle. An den großen Partyabenden Freitag und Sonnabend habe nur je einmal ein Rettungswagen kommen müssen. Ansonsten wurden Fußverletzungen, Kreislaufprobleme oder Trunkenheit behandelt, aber keine Schlägerei-Blessuren. Möglicherweise lag es an den privaten Sicherheitskräften, die erstmals sehr präsent waren. „Es war brechend voll, leerte sich gegen 21 Uhr aber schnell wieder“, so Herzog. fg

 Jens Burmester und Florian Grombein

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