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Lauenburg Fernüberwachung der Patienten vom Krankenhaus möglich
Lokales Lauenburg Fernüberwachung der Patienten vom Krankenhaus möglich
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02:25 28.12.2012
Schnell und schmerzlos: Zwei Tage nach dem Eingriff im DRK-Krankenhaus ist die Patientin wieder zu Hause. Quelle: Andresen/hfr
Ratzeburg

„Das sieht doch gut aus. Die Wunde ist gut verheilt.“ Dr. Stefan Kuster, Leitender Oberarzt am DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg, hat an diesem Morgen bei seiner Patientin Britta Unger zwar nur die Fäden gezogen, doch unter der zwei Zentimeter großen Narbe über der linken Brust hatte er elf Tage zuvor einen hochmodernen Herzmonitor implantiert: einen sogenannten Biomonitor, der Leben retten kann.

Das Hightech-Gerät, das in Deutschland erst seit Oktober auf dem Markt ist, verfügt nämlich über eine besondere Technologie, mit der Herzrhythmusstörungen äußerst präzise wahrgenommen und sofort an den Arzt per Signalübertragung übermittelt werden können. Der erfahrene Kardiologe kann so auf Spurensuche gehen, um die Ursache von Schwindelanfällen besser finden zu können. „Zuletzt bin ich immer öfter umgekippt“, erzählt Britta Unger aus Mölln. Die ersten Ohnmachtsanfälle traten ausgerechnet ein, nachdem sie 2004 am Herzen operiert und das Loch in ihrer Herzscheidewand verschlossen wurde.

„Seitdem falle ich etwa vier bis sechs Mal pro Jahr einfach um“, erzählt die 49-Jährige, die wie aus heiterem Himmel auch schon vom Fahrrad fiel.

Als Britta Unger Anfang Dezember erneut schwer stürzte, wurde sie per Krankenwagen und Blaulicht ins DRK-Krankenhaus gefahren. Doch auch nach einer gründlichen Untersuchung wurde die Ursache für die Symptome nicht gefunden. Nichts Ungewöhnliches bei einer Herzpatientin. Also entschloss sich Dr. Kuster zur Implantation des Herzmonitors: „Ich hoffe, dass wir so der Ursache auf den Grund kommen.“

Rund 40 Patienten mit Vorhofflimmern oder unerklärlichen Ohnmachtsanfällen überwacht Dr. Stefan Kuster vom Krankenhaus aus per Funkübertragung. Selbst wenn er im Urlaub irgendwo in der Welt unterwegs wäre, könnte er sich die Daten seiner Patienten per SMS aufs Handy laden lassen.

Wie wichtig die Überwachung aus der Entfernung ist, erlebte der Herzspezialist vor wenigen Tagen. Um 7.15 Uhr erschien Dr. Kuster zum Dienst. Um 8.10 Uhr wurde ihm eine kaputte Sonde am Herzen per Monitor übermittelt. 35 Minuten später war der Patient bei ihm im Krankenhaus, wo die notwendigen Maßnahmen sofort ergriffen werden konnten.

LN

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