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Lauenburg Mann schwebt nach Sprung weiter in Lebensgefahr
Lokales Lauenburg Mann schwebt nach Sprung weiter in Lebensgefahr
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17:58 27.10.2018
Der Dachstuhl des alten Hauses an der Ratzeburger Straße brannte lichterloh. Quelle: jeb
Mölln

 Der Mann stürzte, wie berichtet, auf ein Taxi und zog sich dabei nach Polizeiangaben schwerste Verletzungen zu. Für die Menschen in dem Haus und auch für die Retter waren es am Freitagabend gegen 20 Uhr dramatische Minuten, die über Leben und Tod entschieden. Ein Bewohner hatte das Haus im Dachgeschoss aus einem Velux-Fenster verlassen, hielt sich an dem Fensterrahmen fest und stand mit den Füßen auf der Regenrinne. Er konnte über ein Sprungkissen der Feuerwehr gerettet werden. Ein anderer Bewohner sprang aus dem Giebelfenster im Dachgeschoss und landete auf dem Dach eines Taxis, das auf dem Betriebsgelände gleich neben dem Brandhaus abgestellt war.

Alle anderen Bewohner, darunter auch ein sechs Jahre altes Kind, gelangten ins Freie und blieben bis auf eine Frau unverletzt. Die Frau trug, wie auch die Person, die im Sprungkissen gelandet war, eine Rauchgasvergiftung davon. Auch sie wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Weil das Haus unbewohnbar ist, sind einige Bewohner zunächst im Möllner Hotel Quellenhof und andere privat untergebracht worden. Wie es mit ihnen weitergeht, ist noch nicht bekannt. Weder Bürgermeister noch Ordnungsamtsleiter waren am Sonnabend für eine Stellungnahme erreichbar.

Feuer Mölln

Das Mehrfamilienhaus in der Ratzeburger Straße in Mölln, unweit der Wassertorbrücke, ist akut einsturzgefährdet und darf nicht mehr betreten werden. Die Polizei hat das Haus vorerst beschlagnahmt. Der Eigentümer war am Sonnabendvormittag mit einem Statiker vor Ort. Er erklärte im Gespräch mit den Lübecker Nachrichten, dass das Haus wohl nicht mehr zu retten sei und nur noch Schrottwert habe. Der Statiker bestätigte, dass zwar die Außenmauern noch stabil seien, aber der Dachstuhl und die Zwischendecken abgerissen werden müssten.

Wie es zu dem Großfeuer mit den verheerenden Folgen gekommen ist, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Beamten des Zentralen Kriminaldauerdienstes (ZKD) der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hatten die ersten Ermittlungen noch während der Löscharbeiten aufgenommen. Ob sie dabei zu irgendwelchen Erkenntnissen bezüglich der Brandursache gelangt sind, war am Sonnabend noch nicht bekannt. Die Ermittler wie auch die Beamten der Polizeistation Mölln verwiesen auf Nachfrage auf die Pressestelle der Polizei, die allerdings erst am Montag wieder besetzt ist.

Bei den Möllner Bürgerinnen und Bürgern wie auch bei einigen älteren Feuerwehrangehörigen weckte das Geschehen Erinnerungen an die fürchterlichen Möllner Brandanschläge vor 26 Jahren. In der Nacht auf den 23. November 1992 hatten zwei Neonazis Brandanschläge auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser verübt. Eines der beiden Häuser stand nur wenige Meter vom jetzigen Brandort entfernt, und auch damals waren Menschen vor den Flammen aus den Fenstern gesprungen.

Jens Burmester

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