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Lauenburg Feuer in Wohnhaus - Großeinsatz in Geesthacht
Lokales Lauenburg Feuer in Wohnhaus - Großeinsatz in Geesthacht
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10:07 22.02.2018
Großeinsatz an der Trift in Geesthacht: Feuerwehrleute bekämpfen einen Küchenbrand und retten mehrere Menschen. Quelle: Timo Jann
Geesthacht

Um 12.36 Uhr hatte die Leitstelle Alarm für Geesthachts Feuerwehr ausgelöst: „Wohnungsbrand, piept Rauchmelder, Brandgeruch wahrnehmbar“ lautete die erste Information. „Uns wurde mitgeteilt, dass sich wohl noch der Bewohner in der Wohnung aufhalten würde“, berichtete Sascha Tönnies, Zugführer der Feuerwehr. Während sich der Löschtrupp mit Schlauchpaket und Atemschutzgerät auf den Einsatz vorbereitete, brachte Gruppenführer Jörg Obermüller vor der Tür der betroffenen Wohnung einen Rauchvorhang in Stellung. So konnte eine Rauchausbreitung in die Flure und das Treppenhaus verhindert werden, wurde den Bewohnern der Fluchtweg nicht abgeschnitten. Die Wohnungstür hatten Polizisten, die zuerst am Einsatzort waren, bereits mit einer Ramme geöffnet, doch der Rauch war so schwarz und dicht, dass sie nichts weiter ausrichten konnten.

„Drinnen waren die Räume verwinkelt, es war extrem heiß und die Sicht gleich Null“, sagte Uwe Genth, der zum ersten Trupp gehörte, nach den Löscharbeiten. Nur tastend kam der Trupp voran. Von außen brachten Kameraden zeitgleich eine Leiter in Stellung, um durch ein geplatztes Fenster in die brennende Küche löschen zu können. Parallel wurde ein Lüfter in Stellung gebracht, der zusätzlich verhinderte, dass Rauch ins Treppenhaus zog. Die groben Flammen wurden durch das Fenster gelöscht, als der Trupp den Weg in die Küche gefunden hatte, übernahm er die direkte Brandbekämpfung.

Wahrscheinlich war der Brand durch einen Defekt an einer Kühl-Gefrier-Kombination ausgebrochen und hatte dann die Küchenmöbel erfasst.

Geschockt verfolgten die Nachbarn die Löscharbeiten, als sich plötzlich der Mieter der Wohnung bei den Polizisten vor Ort meldete. „Da konnten wir aufatmen, er lebt allein in der Wohnung und somit war klar, dass wir von keinen Vermissten mehr ausgehen mussten“, erklärte Tönnies. Der betroffene 21-Jährige ist jetzt zunächst bei Freunden unterkommen, alle andere Mieter konnten dank des umsichtigen Einsatzes mit dem sofort gesetzten Rauchvorhang nach Abschluss des Einsatzes in ihre Wohnungen zurück.

Vor einigen Jahren hatte in dem Gebäude schon einmal eine Küche gebrannt, auch damals lief der Einsatz glimpflich ab.

tja

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