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Lauenburg Feuer zerstört neues Zuhause von Pärchen
Lokales Lauenburg Feuer zerstört neues Zuhause von Pärchen
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13:08 24.01.2017
Eine Nachbarin hatte den Rauchmelder gehört und die Feuerwehr alarmiert. Quelle: Timo Jann
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Geesthacht

Um 13.40 Uhr hatte die Leitstelle die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert. "Eine Nachbarin hatte im Vorbeigehen einen Rauchwarnmelder piepen gehört und beim Nachsehen dann den Rauch in dem Haus bemerkt", berichtete Peter Kunze, der Sprecher der Geesthachter Feuerwehr. Gruppenführer Jörg Obermüller ließ sofort einen Trupp, der sich schon auf der Anfahrt zur Einsatzstelle am Eichweg in Geesthacht mit Atemschutzgeräte gegen den Rauch ausgerüstet hatte, ins Haus vorgehen. Kunze: "Man konnte an den Fensterscheiben in einem rückwärtigen Anbau bereits Hitze fühlen, außerdem hatte ein Fenster bereits Risse." Ein deutliches Zeichen für die Retter, dass es im Inneren ordentlich brennt.

Im Wohnzimmer stieß der Atemschutztrupp dann schnell auf ein Feuer. Wahrscheinlich war dort aus noch ungeklärten Gründen ein Bücherregal in Brand geraten. Die Bücher boten den Flammen reichlich Nahrung.  Durch die Hitzeentwicklung sind die Fensterscheiben des Wohnzimmers geborsten. "Das Haus ist schon älter und hat nur eine Holzbalkendecke. Da hat nicht viel gefehlt, dann wäre das Feuer ins Dach gelaufen, so Kunze. "Da sieht man mal, dass die Rachmelder ihren Sinn haben", sagte er.

Der Trupp hatte den Brand zum Glück schnell gelöscht. Dann wurden die verbrannten Trümmer zum Ablöschen in den Garten gebracht, um im Haus den Wasserschaden gering zu halten. Doch der Rauch hatte sich bis ins Dachgeschoss ausgebreitet und alle Wände und Decken waren vom Ruß geschwärzt.

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest, dürfte aber im 5-stelligen Bereich liegen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen nicht vor. Die Kriminalpolizei in Geesthacht hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern an.

Viel zu tun für Feuerwehr

Reichlich zu tun gab es übers Wochenende für Ratzeburgs Feuerwehrleute. „Wir hatten seit Freitagabend insgesamt vier Einsätze“, erklärte gestern Wehrführer Christian Nimtz. Der Löschzug-Gefahrgut musste nach Geesthacht ausrücken (Seite 9), bei einem Einsatz mussten mehrere brennende Altpapiercontainer an der Sedanstraße abgelöscht werden, einmal piepte ein Rauchwarnmelder wegen einer leeren Batterie.

Zu einem Wohnungsbrand hatte die Leitstelle am Sonnabend um 7.53 Uhr alarmiert. „Eine Passantin hatte einen Rauchwarnmelder piepen gehört, sich umgesehen, und Rauch aus dem Fenster im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses aufsteigen sehen“, sagte Nimtz. Dort lebt eine ältere Frau, die wahrscheinlich abends vergessen hatte, eine Kerze zu löschen, die dann vermutlich trockene Pflanzen entzündete. „Zum Glück konnten die Einsatzkräfte das Feuer schnell löschen, nachdem die Bewohnerin in Sicherheit gebracht worden war.“ tja

Timo Jann

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