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Lauenburg FiSCH hilft den Kindern, gemeinsam zu wachsen
Lokales Lauenburg FiSCH hilft den Kindern, gemeinsam zu wachsen
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20:19 22.08.2016

FiSch – so lautet ein Unterrichtskonzept, nach dem seit zwei Jahren in den Räumlichkeiten des Förderzentrums (Astrid-Lindgren- Schule) in Mölln Kinder vom ersten bis zum vierten Schuljahr unterrichtet werden. Das Programm richtet sich an Schüler und deren Eltern, bei denen große Sorge besteht, dass die Kinder den Anschluss an ihre Lerngruppe verlieren könnten.

Angeregt wurde dieses Konzept durch ein aus England entwickeltes Programm, das aus dem Bereich der Multifamilientherapie stammt. Ein vergleichbares Unterrichtsmodell wird schon länger in vielen dänischen Städten durchgeführt. Eine der zentralen Ideen dieses Konzeptes ist es, ein Elternteil in den schulischen Alltag mit einzubinden und die Erziehungskompetenzen in Konfliktsituationen zu stärken. Die Eltern unterstützen sich bei schwierigen Situationen gegenseitig und lernen, selbstständig und situationsgebunden zu handeln. An einem Schulvormittag in der Woche arbeiten die Kinder, die aus den dem Förderzentrum Mölln zugeordneten Grundschulen (Tanneck, Till-Eulenspiegel, Nusse, Sterley, Breitenfelde) stammen, in einer Kleingruppe an individuellen Aufgaben. Fachliche Unterstützung erhalten sie bei Bedarf von Heike Kunad, Lehrerin der Grundschule Tanneck.

Die Eltern haben am sogenannten FiSch- Tag die Gelegenheit, ihre Sorgen, Nöte und Erlebnisse bezüglich ihres Kindes und der Schule zu teilen und eigene Ideen, Tipps und auch Ratschläge mit in die Gruppe einzubringen. Dies erfordere ein hohes Maß an wertschätzendem und vertrauensvollem Umgang miteinander. Gleichermaßen solle ein enger Kontakt zur jeweiligen Stammschule hergestellt werden, die die FiSch-Maßnahme unterstützt.

Die Dauer der FiSch- Maßnahme ist auf zehn Wochen begrenzt. Wünschen Lehrkräfte Unterstützung bei ihrer pädagogischen und erzieherischen Arbeit, können sie sich an das FiSch- Team wenden. Der Erstkontakt erfolgt durch die jeweilige Lehrkraft. Hierzu genügt ein Telefonat entweder mit der Grundschule Tanneck oder dem Förderzentrum (Astrid- Lindgren- Schule). Wenn die Modalitäten besprochen wurden, beginnt die FiSch-Maßnahme.

Kunad: „Bisher durften die beiden Kolleginnen 30 Kinder und Eltern in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften begleiten, sie in ihren Fähigkeiten und Kompetenzen bestärken, und gemeinsam wachsen.“

Weitere Kollegen gesucht

Das Förderzentrum verfügt mit Andrea Tillmann und der Schulleiterin Kirsten Böttcher-Blank über zwei ausgebildete FiSch-Lehrkräfte; eine dritte Kollegin beginnt im Herbst ihre Ausbildung. Um dem steigenden Bedarf – auch beim Übergang in die Sekundarstufe I – gerecht werden zu können und um das erfolgreiche Konzept weiter ausbauen zu können, werden dringend Regelschullehrkräfte als Kooperationspartner gesucht, die an dieser Aufgabe interessiert sind.

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