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Lauenburg Fischtreppen für die Schwarze Au
Lokales Lauenburg Fischtreppen für die Schwarze Au
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23:56 18.05.2017
Nach den derzeitigen Planungen wird eine Fischtreppe am Mühlenteich unmittelbar vor dem jetzigen Wehr beginnen und in einer großen Schleife auf der Wiese gegenüber der Fürst-Bismarck-Mühle auf die Höhe des Mühlenteiches geführt. Im Hintergrund ist das Hotel „Bismarck-Mühle“ zu sehen. Quelle: Fotos: Lothar Neinass

Aufstiegshilfe für Forellen und Barsche: Der Gewässerunterhaltungsverband Schwarze Au-Amelungsbach plant den Bau von zwei Fischtreppen, damit Fische in den oberen Flusslauf der Schwarzen Au gelangen. Eine Treppe soll am Mühlenteich in Aumühle, eine weitere am Schlossteich in Friedrichsruh gebaut werden. Kosten: jeweils rund 750000 Euro.

In Aumühle und Friedrichsruh plant Gewässerverband zwei Aufstiegshilfen – Kosten jeweils rund 750 000 Euro.

50 Prozent der Kosten werden aus EU-Mitteln getragen. Die andere Hälfte übernehmen das Land und der Bund. Die Betreuung der Fischtreppen wird der Gewässerunterhaltungsverband Schwarze Au-Amelungsbach übernehmen. Diese Kosten werden, wenn es keine Zuschüsse geben sollte, durch die Mitgliedsbeiträge des Verbandes getragen.

„Seit vielen Jahren bemühen wir uns im Verband, über die normale Unterhaltung hinaus die Renaturierung der Bäche, wie Schwarze Au oder Süsterbek, in den Vordergrund zu stellen“, sagt Verbandsingenieur Dr. Henning Giese. Die naturnahe Entwicklung und Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit, eines der Ziele der Europäischen Wasserrichtline, ist ab Friedrichsruh für beide Gewässer weitgehend abgeschlossen. Die baulichen Veränderungen konnten in beiden Flüssen zurückgebaut werden.

„Untersuchungen der letzten Wochen zeigen, dass die Schwarze Au ihre alte Wasserqualität und ihren Lebensraum zurück erhalten muss. Die Durchgängigkeit der 14 Kilometer langen Schwarzen Au von Friedrichsruh über den Teich an der Kupfermühle und den Stangenteich im Sachsenwald konnte geschaffen werden. Elritzen, Flussbarsche, Forellen und weitere Fischarten könnten hier wieder zu Hause sein“, berichtet Dr. Henning Giese.

Offen sei allerdings, ob Fische auf ihrer Wanderung von der Nordsee durch Elbe und Bille bis in den Mühlenteich nach Aumühle oder den Schlossteich in Friedrichsruh schwimmen können. In Bergedorf könnten sie das Wehr auf einer 95 Meter langen Fischtreppe am Serahn überwinden. Doch in Reinbek ist Schluss. Bürgermeister Björn Warmer sagt, dass es völlig offen sei, ob und wann die Fischtreppe am Reinbeker Schloss gebaut werde. „Zur Zeit stehen in Reinbek keine Haushaltsmittel für den Bau einer Fischtreppe zur Verfügung.“

 Lothar Neinass

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