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Lauenburg Fitnessboom in allen Altersgruppen: Gesundes Training ist im Trend
Lokales Lauenburg Fitnessboom in allen Altersgruppen: Gesundes Training ist im Trend
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20:22 20.01.2016
Im Fitnesstudio „Infinity“ hat der Sport- und Fitnesskaufmann Jan Wulf (24) für Inge Herz (57) ein Trainingsprogramm zusammengestellt, das die Knie schont. Quelle: Florian Grombein

In Mölln und Umgebung ist die Zahl der Fitnessstudios in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Im Einzugsgebiet der Stadt mit etwa 18700 Einwohnern gibt es nun sechs Adressen. Die Palette reicht dabei von der Physiotherapiepraxis mit medizinischen Fitnessgeräten über Low-Budget-Studios einer Fitnesskette bis hin zur Premium-Kraftschmiede mit Sauna und Wellnessbereich. Längst sind die Fitnessstudios keine Plätze mehr, an denen nur junge „Pumper“ auf dem Weg zum Monsterbizeps Gewichte stemmen. Medizinische Fitness und Wellness stehen ganz hoch im Kurs — auch bei Menschen Ü-50 beider Geschlechter. Die Betreiber zählen jetzt im Januar verstärkt Gäste, die mit guten Vorsätzen im Kopf abspecken wollen. Auf dem Weg zur Strandfigur gibt es natürlich Hürden, wie eine Ernährungsberaterin berichtet.

„Jetzt Anfang des Jahres kommen Viele mit guten Vorsätzen in unser Studio“, berichtet Arsalan Fereidouni, Geschäftsführer von „Infinity — Fitness und Wellness“ in Mölln. Das nagelneue Studio hat erst am 9. Januar die neuen Räume im Wasserkrüger Weg 44 bezogen. „In den vergangen Jahren sind viele neue Studios in Mölln entstanden“, berichtet er. In Mölln sei ein wahrer Fitness-Boom ausgebrochen.

Insgesamt sechs Studios gebe es nun in Mölln und unweit der Stadtgrenze in Alt-Mölln. Und er weiß zu berichten, dass Kunden nicht nur auf puren Muskelaufbau setzen. Sportliche Physiotherapie, Ernährungsberatung, Personal-Training und medizinisches Fitnesstraining spielen eine große Rolle. Infinity biete all das — das Publikum sei gemischt.

Mit dem festen Willen, im neuen Jahr den Köper in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, will auch die 57-Jährige Inge Herz durchstarten: „Ich wollte schon lange mit Sport anfangen. Doch ich habe davor zurückgeschreckt, weil ich Probleme mit den Kniegelenken habe“, berichtet sie. Bei „Infinity“ wurde ein Trainingsprogramm zusammengestellt, das die Knie schont. „An erster Stelle steht bei uns eine Anamnese, bevor es an die Geräte geht“, berichtet der Sport und Fitnesskaufmann Jan Wulf (24).

Das Physiotherapiezentrum „Physio Aktiv“ im Grambeker Weg lässt Kunden unter therapeutischer Anleitung an so genannten Milon-Geräten trainieren. „Natürlich kommen zu uns auch Menschen, die abnehmen wollen“, erklärt er. Der Schwerpunkt liege allerdings auf medizinischem Training.

Ernährungsberater warnen beim Abnehmen vor Übertreibungen. „Es muss nicht immer schweißtreibender Sport sein, der den Körper fit macht. Schon 1000 Schritte am Tag kurbeln den Kalorienverbrauch an“, berichtet AOK-Ernährungsberaterin Anja Schönemann. Jeder Schritt zähle und warum nicht mal die Treppe statt den Fahrstuhl benutzen oder die Mittagspause an der frischen Luft verbringen. Gesundes Abnehmen ziele darauf ab, besser zu essen, ausreichend Wasser oder andere möglichst ungesüßte Getränke zu sich zu nehmen und sich viel zu bewegen.

„Es muss nicht gehungert werden, um die Traumfigur zu bekommen. Man kann sich satt essen und Pfunde trotzdem loswerden“, sagt Anja Schönemann. Zum Sattessen eigneten sich Obst und Gemüse, auch Brot, Nudeln oder Kartoffeln sind erlaubt. Paprika, Apfel und Co. machten durch ihr Volumen satt und enthielten kein Fett. Sogar etwas Süßes sei gelegentlich erlaubt. „Abnehmen beginnt im Kopf. Niemandem ist mit einem schnellen Diät-Erfolg geholfen, der kurze Zeit später durch den gefürchteten Jo-Jo-Effekt wieder zunichte gemacht wird“, so Schönemann. Besser wirken nach ihren Worten eine auf das eigene Wohlbefinden abgestimmte Änderung des Essverhaltens und mehr Bewegung — wie das zum Beispiel in den „zehn goldenen Regeln“ vorgeschlagen wird.

In Ratzeburg gibt es zwei Fitnessstudios — „Studio 1a“ in der Riemannstraße und „Medifit“ in der Langenbrücker Straße. Auch dort gibt es dieser Tage Zulauf von Menschen, die mit guten Vorsätzen abnehmen wollen. „Es gibt schon einige, die jetzt gezielt kommen, um sich die Strandfigur anzutrainieren“, berichtet etwa Mauno Moldenhauer, ausgebildeter Sport und Fitnesstrainer bei „Medifit“.

Die „zehn goldenen Regeln“ zum gesunden Abnehmen
1 Ich setze mir realistische Ziele, die ich auch erreichen kann.
2 Ich ändere meine Gewohnheiten Schritt für Schritt und mit Geduld.
3 Ich darf alles essen — aber in Maßen. Es gibt keine Verbote.
4 Ich nehme mir Zeit und esse mich langsam und genussvoll satt.
5 Ich tausche meine „Fettbomben“ nach und nach gegen fettarmeres Essen aus.
6 Ich lasse mich von gelegentlichen Ausrutschern nicht entmutigen.
7 Ich esse regelmäßig und vermeide Hunger, denn Hunger macht dick.
8 Ich trinke über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Flüssigkeit.
9Ich bewege mich mehr, mindestens 1000 Schritte mehr am Tag.
10 Ich tue etwas für mich selbst, auch über das Abnehmen hinaus.

Florian Grombein

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