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Lauenburg Albinus-Mannschaft erobert Floorball-Regionalliga
Lokales Lauenburg Albinus-Mannschaft erobert Floorball-Regionalliga
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19:47 28.09.2018
Angst vor dem Ball hat Torhüterin Juline Gromull nicht. Zur Sicherheit ist jedoch der Kopf- und Gesichtsschutz vorgeschrieben. Quelle: Dorothea Baumm
Lauenburg

Wer weiß schon, wie viele Sportarten es gibt? Und doch kommt immer wieder neues auf den Markt. Wie Floorball.

Hier sehen Sie weitere Fotos von dem Team und dem rasanten Sport

Die rasante Sportart hat sich zunächst als Unihockey von Skandinavien aus ausgebreitet, seit wenigen Jahren wird Floorball nun auch in Deutschland gespielt. „Ein schöner Sport für die Schule, weil man nicht viel dazu braucht“, sagt Björn Buttler, Lehrer an der Albinus Gemeinschaftsschule in Lauenburg.

Floorball ist so schnell, dass die Spieler fließend ausgewechselt werden müssen. Quelle: Dorothea Baumm

„Ein cooler Sport, weil er einzigartig ist“, sagt Emilie Schulz, im Gegensatz zu Fußball, „das ist doch Standard.“ Vahide Coli stimmt ihr zu, „Floorball ist anders, neu“, und außerdem findet sie es klasse, dass hier die Mädchen voll mitmischen können.

Auch Thore Grimm ist voller Begeisterung dabei. „Das macht Spaß, weil es so schnell ist“, schwärmt er. „Und es spielen nicht so viele, deswegen ist man oft dran.“

Trendsport Floorball. Für die Jugendlichen ist es ein riesen Spaß – was Lehrer Björn Buttler begeistert, denn: „Sie sind mit außergewöhnlich viel Engagement und Freude bei der Sache.“ Bis vor Kurzem hat er gemeinsam mit seinem Lehrerkollegen Florian Volksdorf Floorball rein als Schulsport angeboten. Zwei kleine – wirklich sehr kleine! – Tore, Schläger, Plastikbälle, mehr war nicht nötig.

Mannschaftsfoto mit Torhüterin Juline Gromull, 13, Trainer Björn Buttler (4. von links) und den Betreuern Laura Özel (18, 5. von links) und Amar Farizyan (19, 4. von rechts). Quelle: Dorothea Baumm

Dann hat die Schule auch mit einem Floorball-Team bei „Jugend trainiert für Olympia“ teilgenommen. Die Floorball-AG, offen für alle, stand plötzlich zweimal im Landesfinale, die Schüler wollten mehr spielen, waren enttäuscht, weil die Saison so schnell vorbei war. Vor den Sommerferien kam die Idee auf, in der Regionalliga anzutreten. „Und dann hat sich plötzlich alles überschlagen“, erzählt Björn Buttler.

Der Lehrer ist mehr als dankbar, dass sich mit der TG Lauenburg ein kompetenter Partner für seine engagierten Schüler fand. Der Verein machte Nägel mit Köpfen, gründete eine Floorball-Sparte. Irgendwann müsste die Turngemeinschaft auch Schiedsrichter stellen, da aber alles so Hals-über-Kopf ging, lässt der Verband die Jugendlichen vorerst so antreten.

Premiere ohne Vorbereitung

Die Premiere war für die Schüler ebenso wie für den Lehrer-Trainer der Hammer. „Sonntag sind wir zum Qualispiel gefahren“, berichtet Buttler. Die Torfrau hatte vorher nur ein einziges Mal mit der Ausrüstung trainieren können. Was für sie auch neu war: Der Torhüter kniet beim Floorball im Tor, und er trägt einen Helm.

„Wir sind mit ganz geringen Erwartungen angetreten mit unseren Schulschlägern und den Schultrikots.“ Gucken, dabei sein, Spaß haben – und natürlich alles geben, das war die Devise. „Und dann lief alles so dermaßen fantastisch!“ Björn Buttler ist noch immer euphorisch: „Die Schüler wollten unbedingt gut sein – und sie haben sehr gut gespielt, teilweise sogar hoch gewonnen!“

Auf Sponsorensuche

Auch wenn sie in der Regionalliga unter anderem gegen Föhr antreten mussten – die Gewinner des Schul-Bundesfinales –, so sicherten die Lauenburger sich doch den fünften Platz in der Regionalliga. Jetzt werden Sponsoren für eine bessere Ausrüstung gesucht, unter anderem für selbstgestaltete Trikots und eine Bande.

Mit Plastikball und Spezialausrüstung

Beim Floorball werden Klein- und Großfeld sowie die Schulvariante unterschieden. Bei der Schulvariante kommen sehr kleine Tore zum Einsatz, die nicht von einem Torhüter geschützt werden, und es treten pro Mannschaft vier Spieler an.

Im Sportbereich werden Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften ausgetragen. Die besten Mannschaften treten dann im Bundesfinale gegeneinander an. Dabei wird mit den etwas größeren Toren gespielt, und je Mannschaft kommen ein Torhüter und drei Feldspieler zum Einsatz.

Sportausrüstung sind Plastikschläger und ein Plastikball mit Löchern. Für den Torwart ist eine Spezialausrüstung mit Gesichtsschutz Pflicht.

Wer gucken möchte: Am 2. Dezember ist an der Albinus-Schule ein Spieltag in der Regionalliga mit drei Mannschaften.

Dorothea Baumm

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