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Lauenburg Flüchtlinge: Kommunen laut Kreis an der Kapazitätsgrenze angelangt
Lokales Lauenburg Flüchtlinge: Kommunen laut Kreis an der Kapazitätsgrenze angelangt
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21:18 31.07.2015

„Die Situation ist angespannt“, sagt Karsten Steffen in Bezug auf die Flüchtlingszahlen im Kreis. „Aktuell haben wir 30 bis 40 Neuankömmlinge in der Woche, heute waren es 15“, erklärte der Sprecher der Kreisverwaltung. Stand 30. Juni — das sind die jüngsten Zahlen — registriert der Kreis bislang 1141 Asylsuchende. Davon haben 875 Leistungsempfänger eine Aufenthaltsgestattung, 229 eine Duldung, 30 haben eine Aufenthaltserlaubnis wegen Aussetzung der Abschiebung, weil das Heimatland im Kriegszustand ist, und sieben fallen wegen Krankheit unter die Rubrik „Sonderfälle“.

Sobald die „Neuzugänge“ beim Kreis ankommen, werden sie direkt an Ämter, Städte und Gemeinden weiter verteilt. „Die Kommunen klagen, viele sind nah an der Kapazitätsgrenze angelangt“, berichtet Steffen. Auch der personelle Aufwand sei hoch. Steffen: „Im Sozialbereich kümmern sich drei Mitarbeiter ausschließlich um die Finanzangelegenheiten, die Betreuungs- und Integrationspauschalen. In der Ausländerbehörde sind die Mitarbeiter je Flüchtling mit einer halben Stunde beschäftigt. Bei 40 Flüchtlingen sind das 20 Arbeitsstunden, mehr als zwei Arbeitstage.“ Und das alles außerhalb des Stellenplans, fügt er hinzu. Für die Betreuung vor Ort hat der Kreis Verträge mit der Diakonie für den Nordkreis und mit der Awo für den Südkreis abgeschlossen. Negative Erlebnisse habe es bisher keine gegeben. „Aber die Stimmung könnte kippen“, vermutet der Kreissprecher. Das Problem bei vielen Asylsuchenden sei ihre Herkunft. So gebe es sehr viele Flüchtlinge aus Albanien. „Das ist immerhin ein Land, das selbst an die Tür der EU klopft.“

unk

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