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Flüchtlinge: Lob und Dank für die Helfer

Sandesneben Flüchtlinge: Lob und Dank für die Helfer

Landtagspräsident Klaus Schlie und der Flüchtlingsbeauftragte des Landes, Stefan Schmidt, zollen Haupt- und Ehrenamtlern großen Respekt.

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Stefan Schmidt, Flüchtlingsbeauftragter des Landes (v. l.), Amtsvorsteher Ulrich Hardtke, der albanische Künstler Lin Halili, der Landtagspräsident Klaus Schlie ein hölzernes Wappen Schleswig-Holsteins überreichte, sowie Schulleiter Andreas Korte.

Quelle: Joachim Strunk

Sandesneben. Die haupt- und ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Schleswig-Holstein ist sowohl bundesweit als auch in Nachbarländern wie Dänemark oder der Schweiz hoch angesehen. Das bestätigten am Mittwoch Abend der Kieler Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) und „sein“ Flüchtlingsbeauftragter, Stefan Schmidt, als Gäste eines Helferfestes des Amtes Sandesneben-Nusse in der Mensa der Gemeinschaftsschule in Sandesneben.

„Und in Schleswig-Holstein wiederum ist das Amt Sandesneben-Nusse etwas Besonderes“, fügte Schmidt hinzu, der hier sowohl die Arbeit der Hauptamtler in Verwaltung und der Kirche („ohne die geht es nicht“) als auch die vielen ehrenamtlich Engagierten lobte. Das wisse er aus zahlreichen Anfragen zu Vorträgen über seine Arbeit in den genannten Ländern.

Klaus Schlie dankte den Helfern mit den Worten „Sie sind Brückenbauer der Menschlichkeit!“ Angesichts der großen physischen und psychischen Belastungen dieser sozialen Arbeit warnte er aber auch:

„Passen Sie auf, dass Sie sich nicht überfordern.“ Mit den Grüßen des Landtages überreichte er Amtsvorsteher Ulrich Hardtke (SPD) stellvertretend für alle Helfer einen silbernen Wandteller und eine Urkunde als „Dank für die gelungene Integration“.

Pastorin Wiebke Rogall-Machona aus der Kirchengemeinde Siebenbäumen wies darauf hin, dass wie in Siebenbäumen und Sandesneben „auch in anderen Orten fast immer kirchliche Räume die Treffpunkte internationaler Begegnungen“ seien. „Die Begegnungen mit diesen Menschen ist eine wirkliche Bereicherung.“ Das zeigten stets die Reaktionen der Beteiligten. Wichtig sei es nur, „dass wir uns auf gleicher Augenhöhe begegnen!“

Schulleiter Andreas Korte, Gastgeber der Veranstaltung, stellte die Fragen „Wohin würden Sie mit ihrer Familie fliehen, falls Ihr Leben bedroht wäre? Wer würde Sie aufnehmen, Ihnen Kleidung, Obdach und Wärme geben?“ Diese Fragen seien von den Lehrkräften den Schülerinnen und Schülern gestellt worden, „um sie zu verantwortlichen und teilnehmenden Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen“.

Fächerübergreifend haben Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs entsprechende Antworten erarbeitet und dokumentiert, die demnächst als Wanderausstellung durch die Gemeinden des Amtes ziehen soll.

Amtsvorsteher Hardtke bekräftigte noch einmal das Ziel des Amtes, „dass wir an der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge unbedingt festhalten wollen“. Dafür benötige man aber Hilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung, indem freie Wohnungen oder Häuser gemeldet würden. Man sei in der Verwaltung auch bereit, „über unkonventionelle Lösungen nachzudenken“, etwa in der Hilfe bei Investitionen.

Die Schlussworte hielten in zwei berührenden Reden Hassan Maghmumeh, der vor einem Jahr aus Syrien geflohen und ins Amt Sandesneben-Nusse gekommen war, sowie sein zehnjähriger Sohn Shady, der mit seiner Mutter vor zwei Monaten dem Vater gefolgt war. Shady lernt Deutsch in einer DaZ-Klasse in Ratzeburg, wo die Familie mittlerweile wohnt. Obwohl er erst seit kurzer Zeit in Deutschland lebt, beeindruckte er die Zuhörer mit einer mutig vorgebrachten Rede auf Deutsch.

Finanzielle Unterstützung
Über Geldspenden des Amtes konnten sich verschiedene Hilfsorganisationen freuen. So gab es 1500 Euro für Marion Kamp vom Unterstützerkreis „Homepage Flüchtlingshelfer“. Manfred Wulf vom Unterstützerkreis der Fahrradwerkstatt erhielt ebenso 500 Euro wie auch Jürgen Heuseler von der Trittauer Tafel. Die Vorsitzende der Möllner Tafel, Schlies Gattin Kathrin, nahm 300 Euro dankbar entgegen.

Joachim Strunk

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