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Lauenburg Flüchtlingsarbeit als Schwerpunkt
Lokales Lauenburg Flüchtlingsarbeit als Schwerpunkt
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19:16 07.06.2016

Diese Frau hat schon viel gemacht, und die Schwarzenbeker Bürger dürfen auf ihre weiteren Aktivitäten gespannt sein: Die Stadtbücherei steht unter neuer Leitung. Patricia Fasheh (49) will zuerst mal Platz schaffen, um überhaupt Raum für ihre neuen Angebote zu haben.

„Qualität und Vielfalt werden nicht leiden.“Patricia Fasheh, Diplom-Bibliothekarin

Die Diplom-Bibliothekarin aus Hamburg-Othmarschen hat die Nachfolge von Perdita Schadow angetreten, die nach 33 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Wer die Vita von Patricia Fasheh, Mutter zwei erwachsener Söhne, liest, kann nur sagen: „Hut ab“. Nach dem Studium in Hamburg (wissenschaftliches Bibliothekwesen) folgten Aufgaben beim NDR-Archiv und im Museum der Arbeit, dann ging es mit dem Ehemann für acht Jahre nach Bayreuth. Dort arbeitet die Bibliothekarin erstmals in einer öffentlichen Bücherei, Schwerpunkte waren Lesefördung für Kinder undJugendliche sowie interkulturelle Angebote für Migranten. 2010 ging es zurück nach Norddeutschland zur Stadtbücherei Itzehoe. Hier baute Fasheh Gesprächskreise für Flüchtlinge auf, brachte ihnen in lockeren Zusammenkünften die deutsche Sprache näher. Der Kontakt fiel ihr leicht. Patricias Vater ist Araber, als Kind war ihr die Sprache geläufig. „Heute kann ich vieles verstehen, zum fließenden Sprechen fehlt mir allerdings die Übung“, sagt die Hamburgerin, die täglich mit dem Zug zu ihrem Arbeitskreis nach Schwarzenbek anreist.

Das alles reichte der Bibliothekarin aber nicht. Nach einem berufsbegleitenden Master-Studium arbeitete sie in der ärztlichen Zentralbibliothek am UKE, die Stelle war als Schwangerschaftvertretung auf anderthalb Jahre begrenzt. Die Leitung der Schwarzenbeker Stadtbücherei sieht Fasheh als große Herausforderung. „Die aktuelle Bibliothekwelt hat sich durch die Medien verändert“, sagt sie. Mit Hilfe ihrer sieben Mitarbeiterinnen (Teilzeit) möchte sie einige Pflöcke in Schwarzenbek einschlagen. Dazu sollen die Arbeit mit Migranten und die Vermittlung von Medienkompetenz in Kooperation mit den Schulen gehören. Zunächst aber soll in der Bücherei Raum geschaffen werden, um Themen abgegrenzt präsentieren zu können. Das heißt, der Bestand der 41000 Medien muss reduziert werden.

„Qualität und Vielfalt werden deshalb nicht leiden“, so die Bibliothekarin. Ihr großes Hobby ist natürlich das Lesen, weitere Freizeit fordern die zwei Hunde, der Garten, die Chorarbeit und das Joggen.

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