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Lauenburg Forschung und Schiffbau lockten viele Gäste an die Elbe
Lokales Lauenburg Forschung und Schiffbau lockten viele Gäste an die Elbe
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22:01 19.06.2017
Christine, Hannah und Heiko Gustmann aus Schwarzenbek schauten sich beim Tag der Forschung auch im Schülerlabor „Quantensprung“ die Experimente interessiert an. Quelle: Foto: Timo Jann

Viele Labore und Werkstätten waren geöffnet, oft hatten sich die Wissenschaftler vor allem Aktionen und Präsentationen ihrer Arbeit auch für die jüngeren Gäste ausgedacht. Die konnten sich einen Forscherpass auf dem Rundgang über das weitläufige Areal erarbeiten.

Zum Tag der Forschung gab Helmholtz-Zentrum Einblick in seine Projekte – Lauenburger Hitzler-Werft ließ sich in die Montagehallen schauen.

„Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über das große Interesse der Menschen aus der Region an unserer Arbeit. Wir haben viel positive Resonanz der Gäste erhalten, viele freuen sich schon jetzt auf den nächsten Tag der Forschung“, erklärte Heidrun Hillen aus der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des HZG, die den Tag der Forschung federführend organisiert hatte. Alle drei Jahre bietet das HZG diese spezielle Art eines Tages der offenen Tür – mit immer neuen Schwerpunkten seiner wissenschaftlichen Arbeit.

Unter den Oberbegriffen Küstenforschung und Materialforschung kümmern sich die Mitarbeiter des HZG um viele Zukunftsfragen. An Land, im Wasser und in der Luft.

„Die Chance, hier einmal reinschnuppern zu können, hat uns angelockt“, berichteten Christine und Heiko Gustmann aus Schwarzenbek. „Das ist ja schon spannend, was hier gemacht wird“, sagte Tochter Hannah (9), als sie mit ihren Eltern das Schülerlabor inspizierte. Einige Gebäude weiter hatten die Forscher des Magnesium-Innovations-Centers (MagIC) ein Fahrzeugmodell ausgestellt, in dem sie Serienbauteile aus dem Leichtbaumaterial präsentierten. Auf dem Platz vor dem Hörsaal konnte man sich im Forscher-Outfit fotografieren lassen. Vor einer grünen Hintergrundwand, so dass sich die Fotografierten am Computer in eine echte Forscherszenen integrieren lassen konnten.

Rennwagen mit Antrieben der Zukunft, mit Lasergravur beschriftete Bonbondosen, das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ und vieles mehr konnten die Besucher sehen.

Viel Publikum an den Tagen der Industriekultur am Wasser

Die Werkzeugausgabe der Hitzler-Werft, hinter einer schmalen gelben Tür an der Bahnhofstraße gelegen, ist wie das Entree in die Geschichte des Schiffbaus. Ein Sprung in die Zeit, als Schiffsrümpfe noch genietet wurden. Das nötige Equipment der Schiffbauer ist hier in einer Nebenstelle des beliebten Elbschifffahrtsmuseums ausgestellt. Außerdem kann man auf großformatigen Bildern sehen, wie es damals auf der Werft zuging. Und auch ein 1000 Jahre alter Einbaum aus der Elbe wird hier gezeigt.

Zu den „Tagen der Industriekultur am Wasser“ öffnete auch die Lauenburger Werft am Wochenende für interessierte Gäste ihre Pforten. Wo sonst Tanker modernisiert, Eisbrecher gebaut und Fähren auf Vordermann gebracht werden, konnte man sich einmal aus nächster Nähe umsehen. Im normalen Betrieb viel zu gefährlich.

In der Metropolregion waren Hunderte technische Industriedenkmäler geöffnet. „Natürlich lockt so ein Tag wie heute viel Publikum an“, sagt Werner Büker. Er betreut mit einigen Mitstreitern das alte E-Werk in Lauenburg. „Aber mittlerweile verbringen immer mehr Gäste einen ganzen Tag in Lauenburg.“

tja

 Timo Jann

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