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Lauenburg Forum Kultur & Umwelt macht Fremdheit zum Thema
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22:18 17.08.2016
Dr. Carsten Walczok, Dr. WilliamBoehart und Gisela Berger (von links) präsentieren in Schwarzenbek stolz das Herbst-Programm „Fremd in der Linse“. Quelle: Lennard Schröder

Ist der Mensch in seiner eigenen Umwelt fremd? Was bedeutet es, fremd zu sein? Darum geht es im Programm der Veranstaltungsreihe„Fremd in der Linse“, welches jetzt vom Forum Kultur & Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg vorgestellt wurde. Vom 16. September bis zum 13. November werden insgesamt 21 Veranstaltungen angeboten, die sich mit dem Thema „Fremde“

in der Region auseinandersetzen. Die Veranstaltungsreihe „In der Linse“, die nun schon zum 11. Mal stattfindet, soll zum Nachdenken über den Kreis, das Leben mit der Umwelt und aktuelle Probleme anregen. „Der Dreiklang aus Natur, Umwelt und wie sich der Mensch in dieser verhält steht dabei besonders im Fokus“, sagt Dr. William Boehart bei der Vorstellung des Programms. Boehart ist neben Gisela Berger und Dr. Carsten Walczok einer der Sprecher des Forums und stolz auf das vielfältige Programm.

Von Ausstellungen, Filmeabenden über Lesungen bis zu Exkursionen und Podiumsdiskussionen ist alles dabei. Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos, um Spenden wird jedoch gebeten. Insgesamt werde der gesamte Kreis gut abgedeckt, so Boehart. Obwohl die erste Veranstaltung bereits am 4. September stattfindet, werden die „Kultur- und Umweltwochen 2016“ offiziell am Freitag, 16. September eröffnet.

Das Forum konnte auch einen Prominenten gewinnen. „Wir sind sehr froh, dass wir den Journalisten Dr. Franz Alt für diese Veranstaltung gewinnen konnten“, freut sich Mitorganisatorin Gisela Berger.

Doch auch auf die anderen Programmpunkte freue sie sich. Das Forum Kultur & Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg kann dabei auf eine ganze Reihe von Partnern blicken. Mit dabei sind zum Beispiel der BUND, das Grenzhus in Schlagsdorf, das Kreismuseum Ratzeburg und der Heimatbund und Geschichtsverein Geestacht und Schwarzenbek.

Das „Fremde“ wird bei den Veranstaltungen immer unterschiedlich thematisiert: Mal geht es um Natur, wie beispielsweise bei einer Pilz-Exkursion, oder um Landwirtschaft und Wald. „Ist der Wolf im Kreis Herzogtum Lauenburg fremd?“ ist nur eine von vielen Fragen in diesem Kontext. Dr. Carsten Walczok sieht in der Natur einen wichtigen Aspekt der Entfremdung: „Viele Leute wissen nicht mehr, welcher Baum oder welche Pflanze dort im Wald steht“. Ein weiterer Schwerpunkt lässt sich im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise erkennen: Dabei gehe es zum einen darum, die heutige Situation der Flüchtlinge „in der Fremde“ zu verstehen, so Boehart. Zum anderen sollen auch Veranstaltungen zur innerdeutschen Grenze oder Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg die Thematik von einer anderen Perspektive beleuchten. Letztlich geht es ums Nachdenken über die heutigen Probleme und mögliche Lösungen. Teilweise könne man da auch Parallelen aus der Vergangenheit zu heute sehen, so Berger. Dabei sind sich die Organisatoren bewusst, wie aktuell das Thema „Fremd“ momentan ist. „Das Thema war schon länger bei uns im Gespräch und jetzt hat es sehr gut gepasst“, erklärt Carsten Walczok die Auswahl.

Seit Januar plane man die Veranstaltungsreihe. Nun blicke man einem spannenden Herbst entgegen bei den „Kultur- und Umweltwochen 2016“. Wenn also das Programm am 13. November beendet ist, fangen bald die Vorbereitungen für das nächste Jahr an. Man wolle in Zukunft vor allem auch die Jugend mehr für die Veranstaltungen begeistern, so die Organisatoren. Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe sind in der dazugehörigen Broschüre zu finden.

Prominenter Gastredner

Franz Alt, 20 Jahre lang Moderator der Sendung „Report“ beim SWR, wurde vor allem auch durch sein kontrovers diskutiertes Buch „Frieden ist möglich“ bekannt. Der 78 jährige Grimme-Preisträger setzt sich für ökologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien wie Solarenergie, Abrüstung, Frieden und Menschenrechte ein. Der bekennende Christ begründet sein Engagement für Ökologie aus seinem Glauben heraus.

Lennard Schröder

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