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Lauenburg Fotos zeigen Tierleben an der früheren DDR-Grenze
Lokales Lauenburg Fotos zeigen Tierleben an der früheren DDR-Grenze
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20:14 25.07.2016

Andreas Wagner hat ganz schön geschwitzt in den letzten Tagen. Und das lag nicht nur an den erfreulich hochsommerlichen Temperaturen. Die Schweißperlen auf der Stirn waren der Entscheidung des Amtes für das Biosphärenreservat geschuldet, die Ausstellung „Natur und Grenze“ vom Dachgeschoss des Schlagsdorfer Museums Grenzhus an einen anderen Ort zu verlegen.

Bei der Vernissage am Sonntag stellte sich die Fotografin Claudia Müller aus Neubrandenburg den Fragen des Besuchers und Hobbyfotografen Ulrich Nasgowitz aus Ahrensburg. Quelle: Dorothea Baumm

Nun musste ganz schnell eine Lösung her, denn Wagner, Leiter des Grenzhus, ist jetzt im Urlaub. Schnell wurde also am Sonntag die Ausstellung „Naturbegegnungen. Unesco Biosphärenreservat Schaalsee – ein fotografisches Porträt“ eröffnet.

Schnell eröffnet: ja. Aus der Not geboren: ja. Eine Notlösung? Nein! „Das ist etwas ganz Eigenes, Gutes geworden, mehr als eine Sonderausstellung“, stellt Wagner erfreut fest. Zu sehen sind Arbeiten von Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Die ausgewählten Arbeiten sollen deutlich machen, was nach dem Fall der Grenze aus der Landschaft geworden ist, wie sie sich verändert hat. „Unsere Botschaft mit dieser Ausstellung ist: Achtung, wir haben hier etwas ganz Wertvolles, das es künftig zu bewahren gilt.“

Claudia Müller gab im Namen der Fotografen eine kurze Einführung. Sie verwies darauf, dass die Besucher auf dem Weg zu den Fotografien ja auch die Dauerausstellung im Haus passieren und idealerweise betrachten könnten. Erinnerungen an die ehemalige Grenze, den so genannten Todesstreifen, die Zweiteilung Deutschlands. „Im Dachgeschoss erwartet Sie dann die positive Perspektive. Verstehen Sie es als Einleitung, nach draußen zu gehen, die Region und die wunderschöne Landschaft zu entdecken.“

Die Arbeiten sind eine Auskopplung aus einem Projekt, das Mitglieder der Regionalgruppe der GDT im Winter 2014 starteten. Monatelang waren sie in der Schaalsee-Region unterwegs und brachten großartige Aufnahmen von ihren Streifzügen mit, zum Teil in ungewohnten, noch nie gesehenen Perspektiven und Detailaufnahmen.

„Naturbegegnungen. Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee. Ein fotografisches Porträt“: Schlagsdorf, Grenzhus/Dachgeschoss, Neubauernweg 1, bis zum 20. Dezember zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 16.30 Uhr, Wochenende 10 bis 18 Uhr. Das Café Grenzstein hat jeweils ab 12 Uhr geöffnet

teo

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