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Lauenburg Frauenfrühstück: Satt werden an Körper, Geist und Seele
Lokales Lauenburg Frauenfrühstück: Satt werden an Körper, Geist und Seele
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18:13 14.11.2017
Ratzeburg

Irgendwie wird es von der Frau eines Pastoren erwartet: dass sie Gutes tut. Sich für die Kirchengemeinde engagiert. Als Daniela Hensel vor 20 Jahren das erste Frauenfrühstück auf dem St. Georgsberg organisierte, hatte sie keinen Schimmer, was für eine Erfolgsgeschichte sie damit ins Leben rufen würde. „Wir sind immer ausgebucht“, erzählt Hilke Ramm, „und wir haben immer eine Warteliste.“

Seit vielen Jahren ein gutes Team: Daniela Hensel (links) hat vor 20 Jahren das Frauenfrühstück ins Leben gerufen und zehn Jahre organisiert. Die zweite Dekade ist Hilke Ramm nun schon Organisatorin. Quelle: Foto: Dorothea Baumm

Essen, zuhören, klönen

„Mit unerfüllten Wünschen glücklich leben“ ist das Thema des Frauenfrühstücks im Gemeindesaal am Wedenberg. Beginn ist um 9.30 Uhr am Sonnabend.

7 Euro Spende sind erbeten, um die Kosten zu decken. Eventuelle Überschüsse gehen für die Frauenarbeit an die Kirchengemeinde.

Sonnabend ist es wieder so weit. Um 9.30 Uhr beginnt das Frauenfrühstück im Gemeinderaum am Wedenberg – und mit diesem Frühstück darf Hilke Ramm ihre zehn Jahre als Organisatorin feiern. „Wir haben 66 Plätze im Gemeindehaus, da bleibt garantiert keiner frei“, berichtet sie. Ab 9 Uhr spätestens bildet sich eine Traube wartender Frauen vor dem Eingang.

Das begehrte Angebot ist übrigens nicht auf die Gemeindemitglieder beschränkt. „Wir möchten unsere Türen öffnen, uns ist jede Frau willkommen.“ Bestimmt 30 von den 66 Teilnehmerinnen seien jedes Mal dabei. Um jeder Frau die Möglichkeit zu geben, das Frauenfrühstück kennenzulernen und nicht zu einer festen Gemeinschaft immer derselben Frauen zu werden, gibt Hilke Ramm den nächsten Termin nicht während des Frühstücks bekannt. „Viele lesen es in der Zeitung oder haben irgendwo davon gehört. Und ich weise immer auf das Gemeindeblatt hin.“

20 Jahre Frauenfrühstück: Das spricht für eine lebendige, intakte Kirchengemeinde. Das lässt aber auch ahnen, wie viel Arbeit und Liebe in dieser Veranstaltung steckt. „Es gab schon mal eine Phase, da haben wir uns gefragt, ob wir das wirklich alles machen müssen“, stellt Hilke Ramm fest. Am Frühstückstag fangen die Helferinnen um 7.30 Uhr an, „und ich komme hier nicht vor 15 Uhr raus.“

Abgesehen davon, dass Hilke Ramm gemeinsam mit Ute Schmitzdorff am Tag vorher die Einkäufe erledigt. Hinterher ist „viel Aufräumarbeit“ zu bewältigen, aber: „Ich gehe immer mit dem Gefühl nach Hause, reich beschenkt zu sein.“

Da der Anspruch der Organisatorin lautet, die Teilnehmerinnen „satt an Körper, Geist und Seele“ nach Hause zu schicken, ist auch jedes Mal eine Referentin dabei. Es soll ein Thema mit Alltagsbezug sein, aber auch mit Bezug zum christlichen Glauben. Am Sonnabend spricht Linda Karbe, Beraterin in seelsorglichen Glaubens-, Lebens- und Ehekrisen, zum Thema „Mit unerfüllten Wünschen glücklich leben“. Hilke Ramms Albtraum ist übrigens, dass die Referentin knapp vorher anruft und absagt. „Das hatte ich tatsächlich schon einmal – schrecklich.“

Das Frauenfrühstück ist kostenfrei, es wird jedoch um eine Spende von 7 Euro gebeten. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, mehr zu geben. Wer knapp ist, gibt eben soviel wie sie kann.“

Dorothea Baumm

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