Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Freie Demokraten fordern größere Abstände bei Windkraftanlagen
Lokales Lauenburg Freie Demokraten fordern größere Abstände bei Windkraftanlagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:20 07.04.2016
Anzeige
Ratzeburg

Der FDP-Kreisverband fordert angesichts immer größerer Windräder im Streit um den weiteren Windkraftausbau deutlich größere Abstände zu Wohnhäusern. „Die bisher vorgeschriebenen 800 Meter Abstand, im Außenbereich nur 400 Meter, stammen noch aus einer Zeit, in der die Anlagen im Durchschnitt erheblich kleiner und damit auch nicht befeuert waren“, sagt der FDP-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christopher Vogt. Außerdem habe der Ausbau der Windenergie vor allem an der Westküste stattgefunden, wo es andere Windbedingungen, ein anderes Landschaftsbild und auch eine ganz andere Akzeptanz der Windenergie gebe, so Vogt.

Dass die Anlagen in den vergangenen Jahren erheblich größer geworden seien, folge zwar einer gewissen technischen und wirtschaftlichen Logik. „Diese Entwicklung muss aber auch endlich regulatorische Anpassungen nach sich ziehen“, fordert Vogt. „Wir können die Kritik vieler Anwohner sehr gut nachvollziehen, die sich durch die nah an ihren Häusern gebauten oder geplanten Anlagen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sehen und Sorge um den Wert ihrer Häuser haben“, so der Chef der lauenburgischen Freien Demokraten. Die aktuellen Vorschriften des Landes beförderten den von der Landesregierung politisch gewollten Ausbau der Windenergie in erheblichem Maße, würden damit aber zunehmend den Frieden in vielen betroffenen Gemeinden und auch die die Akzeptanz der Energiewende gefährden.

Die Landesregierung müsse beim Ausbau der Windenergie jedoch nicht nur über die Abstände, sondern auch über andere Herausforderungen mit den Kritikern ins Gespräch kommen und endlich auch vernünftige Lösungen präsentieren. Es sei kein hinnehmbarer Zustand, wenn die Bürger beim Ausbau der Windenergie in ihren Wohnorten dauerhaft das Gefühl der Ohnmacht haben müssten.

Gleichzeitig begrüßt Vogt den von den lauenburgischen Grünen für den kommenden Montag in Schwarzenbek angesetzten Windgipfel. „Wir hoffen, dass dieser Dialog auch tatsächlich ernst gemeint ist und politische Taten zur Folge haben wird“, sagt Vogt. Bisher sei das leider nicht zu erkennen.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Europastadt steht im Mittelpunkt des jüngsten Heftes des Heimatbundes und Geschichtsvereins.

07.04.2016

Ingo Claßen bleibt Vorsitzender der SPD Dassendorf. Außerdem wählten die Mitglieder während der Jahreshauptversammlung Karl-Hans Straßburg erneut zum Stellvertreter.

07.04.2016

Nasenfreundlich wird in Poggensee derzeit auf den Maisäckern die Gülle in den Boden gebracht.

07.04.2016
Anzeige