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Lauenburg Frust bei den Sozialdemokraten
Lokales Lauenburg Frust bei den Sozialdemokraten
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22:16 25.09.2017
Geesthachts Ortsvereinsvorsitzender Hans-Werner Madaus dankt Kandidatin Nina Scheer für einen engagierten Wahlkampf. Quelle: Foto: Holger Marohn
Geesthacht

Gerade einmal eine Hand voll Menschen versammelte sich zur Veröffentlichung der ersten Prognose direkt nach Schließung der Wahllokale im Geesthachter Lindenkrug. Wenig später kam auch Direktkandidatin Nina Scheer, in der Hand einen Korb voller kleiner und größerer liebevoll eingepackter Aufmerksamkeiten von Schokoriegeln über Marmeladengläschen und in Klarsichtpapier eingepackten Umschlägen.

Während sich im Fernsehen die FDP feiert, herrscht im Raum betretene Stille. Als wenig später SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz ans Mikrofon tritt, hören nur wenige SPD-Mitglieder zu, sondern diskutieren lieber an den Tischen. „Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend“, sagte Scheer, als die ersten Hochrechungen über die Bildschirme flimmerten. Erschreckend sei, dass die AfD offenbar drittstärkste Kraft werde. Ihr Dank gelte aber denjenigen, die die SPD gewählt hätten. Klar sei für sie, dass die SPD in die Opposition gehen werde.

SPD-Kreisvorsitzende Birgit Wille erinnerte Montagmittag daran, dass die SPD nun drei Mal in Folge habe Verluste hinnehmen müssen. „Wir werden neu anfangen müssen zu denken“, sagt Wille. Es müsse über Inhalte gesprochen werden und eine Strategie aufgestellt werden. Auf LN-Nachfrage räumte Wille ein, dass dazu auch eine personelle Neuaufstellung gehöre. Von ihrer Kritik nimmt Wille nur Parteichef Martin Schulz explizit aus „Wir werden uns verjüngen und mehr Frauen nach vorne bringen müssen“, sagt Wille. Dieses werde jedoch ein langsamer Prozess sein, wenn er wirkungsvoll sein solle.

Nina Scheer verwies darauf, dass derartige Diskussionen intern zu führen seien. Scheer wird über Platz drei der Landesliste erneut in den Bundestag einziehen.

 hm

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