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Lauenburg Für den Gartenrotschwanz geht es nun auf die Reise gen Süden
Lokales Lauenburg Für den Gartenrotschwanz geht es nun auf die Reise gen Süden
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21:16 31.08.2013
Der Name verrät es gleich: Der Gartenrotschwanz hat ein „rostiges“ Hinterteil, die Männchen haben auch eine rote Brust. Naturfotograf Wolfgang Buchhorn erwischte den Zugvogel im Lauenburgischen. Quelle: Foto: Buchhorn

Im Gegensatz zu Spatz, Schwalbe und anderen Vögeln ist beim Gartenrotschwanz schon namentlich klar: Diese Vögel haben rote Schwänze! Es sollte aber der Ordnung halber ergänzt werden, dass die Männchen zusätzlich auch noch eine rote Brust vorzeigen. Die Fachpresse schreibt fast beleidigend: „Das Weibchen ist unscheinbar gefärbt . . .“ Aber so ist es nun mal in der Vogelwelt: Fast immer sind die Männchen bunter. Und wer legt, bitteschön, die Eier und sorgt damit für das Überleben der Vogelwelt? Natürlich die Weibchen!

Das Männchen singt melodisch flötend mit Imitationen. Das Nest, vom Weibchen gebaut, liegt in Baumhöhlen oder in Nischen von alten Gebäuden. Es besteht in der Regel aus Gräsern, Moos, Haaren und Federn.

Die Brut dauert zwischen Mai und Juni 13 bis 14 Tage. Fünf bis sieben Eier liegen dann im Nest. Die Nesthocker werden überwiegend mit Insekten gefüttert. Dieser Vogel ist nicht sehr scheu. Er fühlt sich in Parks, Gärten und lichten Wäldern besonders wohl. Er ist Ende Oktober eher selten in heimischen Revieren zu finden. Gartenrotschwänze fliegen mehrheitlich schon im September Richtung Afrika.

Rückkehr in heimische Reviere im April/Mai überall, wo er nicht aufgescheucht wird und wo er Insekten, Käfer, Würmer und Schecken findet.

Vorsichtige Vogelfreunde haben gute Chancen der Annäherung. Wenn es allmählich gegen Abend ruhig wird, hört man von den Männchen noch einmal einen „melodischen Gesang“ aus der Höhe. Das Landen auf den Bäumen ist nicht ungefährlich, weil Eulen und Greifvögel auf Beute lauern. Vogelfreunde haben dann aber gute Chancen der Annäherung.

Gartenrotschwänze gehören zur Familie der „Fliegenschnäpper“. Jahreszeitlich bedingt gibt es mehr als genug Fliegen. Da wünschen wir dem „Schnäpper“guten Erfolg bei der Fliegenjagd.

Warum? Unter anderem, weil sie sich hartnäckig auf unseren Kuchen und auf die Marmeladenstullen setzen . . .



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Vogel des Jahres 2011
Der Gartenrotschwanz erreichte jüngst Berühmtheit: Er wurde in Deutschland und Österreich 2011 zum „Vogel des Jahres“ gewählt. Auch die Schweiz ehrte den Gartenrotschwanz.

Georg Peinemann

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