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Lauenburg Für viele Festivalbesucher war die Reise in Gudow beendet
Lokales Lauenburg Für viele Festivalbesucher war die Reise in Gudow beendet
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21:23 01.07.2013
Von Jens Burmester
Nach einem Fusion-Festival am vergangenen Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern kontrollierte die Polizei an der Raststätte Gudow Autofahrer, die offenbar auf der Rückreise von der Veranstaltung waren. Quelle: Fotos: Jens Burmester

Gemeinschaftsarbeit: Polizeibeamte aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (MV) haben am Sonntag auf dem Parkplatz Gudow an der A24 etliche Autofahrer kontrolliert.

Im Visier hatten die Beamten dabei hauptsächlich jene Autofahrer, die auf der Rückreise vom Fusion-Festival in Lärz (MV) waren. Das Hauptaugenmerk der Polizisten lag dabei auf Drogen und Alkohol.

Jedes Jahr feiern auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lärz an der Mecklenburgischen Seenplatte mehrere 10 000 Menschen das Fusion-Festival. Und das nun schon zum 17. Mal. Schon während der Anreise hatten Polizeibeamte eine Kontrollstelle auf der B404 aufgebaut und binnen drei Stunden gleich bei zwölf Autofahrern Drogenkonsum festgestellt und die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Bei drei Personen wurde sogar Rauschgift gefunden und das in einer Menge, die über den Eigenbedarf hinaus geht. Fast alle kontrollierten Fahrer waren auf dem Weg zu jenem Festival in Mecklenburg.

Natürlich weiß die Polizei, wann die Teilnehmer ihre Rückreise antreten, und so hatte sie pünktlich ihre Geräte auf dem Rastplatz Gudow aufgebaut. Danach wurden alle in Frage kommenden Autofahrer kontrolliert, die den Rastplatz ansteuerten. Zusätzlich waren mehrere Streifenwagen auf der Autobahn unterwegs, die gezielt Autos auf die Kontrollstelle lotsten.

Sechs Stunden lang kontrollierten die Beamten in Gudow. Dabei kam auch ein Drogenspürhund aus Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz, der mehrmals das Gepäck und das gesamte Auto nach Drogen absuchte. Am Ende zeigte sich, dass solche Kontrollen absolut notwendig sind. Bei vier Personen wurden Drogen gefunden und sichergestellt. Gleich 23 Autofahrern wurde eine Blutprobe entnommen. In 21 Fällen bestand nach einem freiwillig durchgeführten Drogenschnelltest der Verdacht auf Drogenkonsum, zwei Autofahrer saßen alkoholisiert (0,53 und 0,99 Promille) am Steuer. Bei vier ausländischen Autofahrern wurde eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro angeordnet.

Bei einem jungen niederländischen Fahrer schlug der Drogenschnelltest massiv an. „Der junge Mann hat bis auf Heroin so ziemlich alles konsumiert, was es so gibt“, sagte Einsatzleiter Andreas Barth vom Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Bad Oldesloe. Ein weiterer Niederländer, der mit zwei Frauen unterwegs war, musste wie so manch anderer Fahrer auch sein Auto nicht nur durchsuchen, sondern es sogar stehen lassen. Die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt, weil er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Auch die beiden Frauen hatten Drogen genommen und durften ebenfalls nicht fahren. Die drei mieteten sich im Motel auf der Raststätte ein.

Bei der zweiten Kontrolle gestern wurde der Abreiseverkehr der Festivalbesucher abgefangen. Dabei wurden 21 Blutproben entnommen, zwei Drogenfunde festgestellt und vier Sicherheitsleistungen à 1000 Euro gefordert. „Das Ergebnis zeigt wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig solche Kontrollen sind. Wir werden gerade im Umfeld solcher Veranstaltungen wie diesem Fusion-Festival den Kontrolldruck aufrecht erhalten“, erklärte Barth am Ende des Einsatzes.

60 000 Besucher
Die Fusion ist ein viertägiges Musikfestival, das seit 1997 einmal jährlich auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz stattfindet. Der Schwerpunkt liegt auf elektronischer Musik.


Der Veranstalter bezeichnet das Festival als „größtes Ferienlager der Republik“ und gelebten „Ferienkommunismus“. In diesem Jahr hatten über 60 000 Menschen Tickets für die Fusion gekauft.

Jens Burmester

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