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Futuristischer Trip mit E-Auto des Kreises

Lanken Futuristischer Trip mit E-Auto des Kreises

Die Verwaltung hat ihren Fuhrpark um vier Elektro-Autos erweitert — Das ist ein Teil des Klimaschutzkonzeptes des Kreises — Interessante Testfahrt Richtung Zukunft.

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Testfahrt im E-Auto mit Jan Szandrowski vom Kreis Herzogtum Lauenburg.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Lanken. Wenn die Tür aufgeht, strömt einem Neuwagenduft in die Nase. Der Wagen sieht noch völlig ungebraucht aus, Armaturen leuchten, die Farbe Blau dominiert. Im Inneren des Elektroautos sieht es aus wie in einem Raumschiff, in einem kleinen Raumschiff — auf Rädern. Vier dieser Flitzer hat sich die lauenburgische Kreisverwaltung als Dienstwagen angeschafft.

LN-Bild

Die Verwaltung hat ihren Fuhrpark um vier Elektro-Autos erweitert — Das ist ein Teil des Klimaschutzkonzeptes des Kreises — Interessante Testfahrt Richtung Zukunft.

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E-Tankstellen im Kreis

Geesthacht: RWE Effizienz, Schillerstraße 9, Forsthaus Grüner Jäger, Grüner Jäger 4

Wentorf/Hbg.: Auto-Vorbeck, Südredder 2-4

Ratzeburg: Rathaus,   Unter den Linden 1

Mölln: Kurparkplatz; Bergstraße 12

In Lanken, Lauenburg und Boizenburg sind Ladestationen geplant. Weitere gibt es in Lübeck und Hamburg-Bergedorf.

Sie gehören zum Klimaschutzkonzept des Kreises.

In dem E-Auto ist alles irgendwie anders. Lenkrad, Pedale, Sitze: Sie erinnern den Fahrer daran, in einem Auto zu sitzen. Aber wo sind runde Armaturen, Schaltknauf und Radio? Jan Szandrowski, der den Wagen für Außentermine nutzt, muss suchen, bevor er sich den Weg durch die Tiefgarage des Kreishaus bahnen kann. „Moment. Wie war das noch?“ Vorwärtsgang, Rückwärtsgang und Leerlauf hat das Gefährt, eine zusätzliche Stellung zum Parken. Der Hebel befindet sich rechts hinter dem Lenkrad. Schmale Streifen leuchten farbig auf, wenn man ihn betätigt. Ein Warnton erklingt — kein lautes Piepen, eher ein sanfter Klang. Worauf er hinweist, ist nicht ersichtlich. Indem E-Auto ist eben alles irgendwie anders. „Ein bisschen wie ,Star Wars‘“, sagt Szandrowski und lacht, während er den Wagen aus der Garage manövriert — fast geräuschlos, ganz leicht. Nur ein leises Quietschen der Reifen auf dem glatten Garagenboden ist zu hören.

170 PS leistet der Elektromotor. Die Beschleunigung drückt einen ganz schön in die Sitze. Sie fühlt sich nicht so kraftvoll an wie bei einem starken Diesel, aber sie fühlt sich direkter und giftiger an. Und: Es gibt keine Schaltpausen. „Sie müssen sich das vorstellen wie bei einer Bohrmaschine“, hat Kreissprecher Karsten Steffen vor der Testfahrt gesagt. Vom Gas zu gehen, kommt Bremsen gleich — wie bei dem Werkzeug.

Mit zunehmender Geschwindigkeit nehmen auch die Geräusche zu. Abroll- und Windgeräusche lassen kurz vergessen, in einem E-Auto zu sitzen. Guckt man sich aber in dem in Bayern gebauten Kleinwagen um, ist man zurück in der Zukunft: Zwei Monitore ragen aus dem Armaturenbrett, einer für Navigation und Radio, ein weiterer zeigt die Geschwindigkeit und die noch vorhandene Reichweite an — alles hübsch animiert und futuristisch. Der „Tacho“ zeigt auch eine weitere Besonderheit der neuen Dienstfahrzeuge. Auf einem Halbrund wandert ein Pfeil hin und her. Beim Gasgeben in die eine, beim Verzögern in die andere Richtung. Er zeigt, ob gerade Energie verbraucht oder zurückgewonnen wird. Das ist der Clou der Autos, in denen alles irgendwie anders ist.

Drückt der Fahrer das Gaspedal nur leicht oder gar nicht, wird die Bremsenergie genutzt, um den Akku im Kofferraum des Autos wieder etwas aufzuladen. „Charge“ erscheint im Display. Wer sportlich fährt, wird quasi mit etwas Extrastrom belohnt. Wichtiger ist aber, dass der Wagen dadurch in der Stadt nicht mehr Strom verbraucht als über Land. Bis zu 160 Kilometer weit kommt man mit dem Akku.

Wird es eng, schaltet sich ein Benzinmotor, der „Range Extender“, dazu — aber nur zum Laden der Batterie. 300 Kilometer sollen dann drin sein. In 30 Minuten kann man den Akku 80 Prozent aufladen. Die letzten 20 Prozent dauern zusätzlich etwa 45 Minuten.

Hört man ganz genau hin, ist beim Beschleunigen das Summen des Elektroantriebs zu hören. „Wie bei einer Bahn“, beschreibt Jan Szandrowski sehr treffend. In so einem Zukunftsmobil ist zwar alles irgendwie anders, aber eben nur irgendwie. So ganz genau begreifen lässt sich nicht, was es vom Gefühl beim Mitfahren in einem konventionellen Auto unterscheidet. Befremdlich sind Atmosphäre und Fahrgefühl jedenfalls nicht — nur stiller und sauberer. Und die Passanten gucken einem hinterher. Für die Fahrzeit ist man ein bisschen in der Zukunft unterwegs.

Die Mitarbeiter reißen sich darum, mit dem Kleinwagen Dienstfahrten zu unternehmen. Jan Szandrowski könnte sich vorstellen, sich so einen Flitzer anzuschaffen. Allerdings fahre er mit dem Rad zur Arbeit, sein alter Volvo sei noch flott und zu teuer sei ihm so ein E-Auto auch. „Aber das macht schon Spaß.“

Schnäppchen für die Verwaltung

Das Schnäppchen-Angebot von BMW war so verlockend, da musste der Kreis angeblich sofort zuschlagen: Vier Elektroautos aus bayrischer Produktion stehen jetzt im Fuhrpark der Kreisverwaltung für Dienstfahrten der 600 Beschäftigten zur Verfügung. Die Modelle vom Typ i3 sind geleast. „Das sehr günstige Angebot von BMW kam im Herbst gerade zur rechten Zeit, da in der Verwaltung gerade die Vorbereitungen für den turnusmäßigen Austausch der Fahrzeuge begannen. Deshalb fiel uns die Entscheidung nicht schwer, konventionell betriebene Fahrzeuge durch diese Elektroautos zu ersetzen“, erklärte Landrat Christoph Mager bei der Präsentation.

Die neuen Fahrzeuge leisten 170 Pferdestärken und verfügen im reinen Elektroantrieb über eine Reichweite von etwa 160 Kilometern. Ein kleiner Benzinmotor, der die Batterie während der Fahrt wieder laden kann, sorgt für 300 Kilometer zusätzliche Reichweite. „Wir kommen mit den Fahrzeugen überall im Kreis hin und zurück und können sie dann an unseren Standorten neu aufladen“, sagte Mager zufrieden. Auch Kreispräsident Meinhard Füllner freut sich über die neuen BMW und erinnert an die bereits seit 2011 laufenden Überlegungen im Bereich Energiewende. Das Leasing bezeichnet er als „Umsetzung des politischen Zielvorgabe“. Zum Fuhrpark des Kreises gehören insgesamt zwölf Fahrzeuge, die jeweils etwa 15000 Kilometer im Jahr unterwegs sind. Neben den vier neuen BMW nutzt der Kreis auch die Modelle Polo, Sharan und Golf von VW, außerdem einen Renault Zoe, der elektrisch fährt. Mager und Füllner teilen sich zudem einen 5er BMW samt Fahrer, um zu ihren Auswärtsterminen zu gelangen. Von den zurzeit etwa 153000 im Kreis zugelassenen Autos sind aktuell nur 75 Elektrofahrzeuge zugelassen. tja

Von Philip Schülermann

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