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Lauenburg Gas-Alarm in der Oberstadt
Lokales Lauenburg Gas-Alarm in der Oberstadt
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22:46 23.02.2018
Die Einsatzkräfte schützen sich mit Atemschutzgeräten. Quelle: Timo Jann
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Geesthacht

Der Hausmeister forderte sofort die Feuerwehr an und warnte die Bewohner des Hauses, die sich draußen in Sicherheit brachten. Die Leitstelle löste nach dem Notruf um 14.46 Uhr Großalarm aus, neben der Feuerwehr und der Polizei rückte auch der Rettungsdienst mit einem starken Aufgebot an.

 „Wir haben einen Trupp, der sich vorsorglich durch Atemschutzgeräte schützte und der mit verschiedenen Messgeräten ausgerüstet war, zur Erkundung in das Gebäude geschickt“, erklärte Sascha Tönnies, Zugführer der Feuerwehr. „Doch weder auf dem Weg in den Hausanschlussraum im Keller des Hauses noch an den Gasleitungen selbst registrierten die Messgeräte etwas“, so Tönnies. Dabei gilt die Technik als extrem empfindlich, um möglichst frühzeitig Alarm zu schlagen.

Damit konnte vorsichtig erste Entwarnung gegeben werden. Die Retter warteten jedoch den Notdienst der Stadtwerke für eine abschließende Untersuchung ab, die dann ebenfalls negativ war. Nach einer Stunde hatte sich die Aufregung wieder gelegt. Derweil harrten die Bewohner auf dem Parkplatz aus, eine Frau, die im Rollstuhl sitzt, wurde vom Rettungsdienst in einem Rettungswagen betreut.

Neuer Warnstoff im Erdgas

 „Dem Gas ist jetzt neuerdings ein anderer Warnstoff beigefügt“, berichtet Markus Prang, der Geschäftsführer der Stadtwerke. Vielleicht hatte das den Hausmeister irritiert. Prang: „Das Erdgas riecht jetzt streng nach alten Eiern, während man den bisherigen Geruch auch mal mit Terpentien verwechseln konnte.“

Die Änderung des Geruchsstoffes erfolgte, um eine eindeutigere Zuordnung zu haben, sollte tatsächlich einmal Gas austreten. Tipp von Prang: Im Kundenzentrum der Stadtwerke an der Schillerstraße können sich Interessierte einen Teststreifen mit einer „Schnüffelprobe“ holen, um gerüstet zu sein.

Das so genannte Odoriermittel wird dem Erdgas zugesetzt, da der Brennstoff  normalerweise nahezu geruchslos ist und so ein gefährlicher Gasaustritt nicht frühzeitig bemerkt werden könnte. Um die Sicherheit zu erhöhen, kann man jetzt dank des Geruchs von faulen Eiern schon beim Austritt kleinster Mengen etwas feststellen. Der verwendete Geruchsstoff heißt „Spotleak 1005“.

tja

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