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Lauenburg Geesthacht: Vereiste Schleuse bringt Schifffahrt zum Erliegen
Lokales Lauenburg Geesthacht: Vereiste Schleuse bringt Schifffahrt zum Erliegen
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21:56 02.03.2018
Die Geesthachter Schleuse an der Elbe ist voll gesperrt. Zahlreiche Binnenschiffe stauen sich bereits. Quelle: Foto: Timo Jann

„Es wäre lebensgefährlich, würden wir dort Schiffe schleusen, denn von den Schleusentoren könnten sich Eisbrocken lösen und in die Tiefe fallen“, sagt Andreas Dohms, amtierender Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Lauenburg. Das sei eine nicht zu beherrschende Gefahr für Besatzungen der trotz Eisgangs auf dem Fluss noch fahrenden Binnenschiffe.

Die Ursache liegt in der bis 2015 erfolgten Modernisierung der Tore. Dort lagert sich konstruktionsbedingt an der Außenseite von Falten, die der Aussteifung der Tore dienen, Treibeis ab. Dohms: „Das Problem können wir nicht einfach baulich lösen. Einerseits würden Veränderungen in die Gesamtstatik bis zu den Torantrieben eingreifen, andererseits fehlt uns das Personal für eine Lösungssuche. Wir haben aber vor, ein Ingenieurbüro zu beauftragen.“

In den vergangenen Wintern und auch bis Donnerstag war ein Eisbrecher an der Schleuse. Von Bord aus wurde mit einem Wasserstrahl das lose Eis weggespült. War die Gefahr gebannt, konnten Schiffe ein- und auslaufen. Doch bei jedem Mal, bei dem das Tor geöffnet wurde, lag neues Treibeis auf den Falten, wenn das Tor aus dem mit Eis bedeckten Wasser auftauchte. „Wir schaffen es bei dem strengen Frost nicht mehr, die Eisbrocken zu lösen“, berichtet Andreas Schultz, der Leiter der Eisbrecherflotte des WSA. Das WSA hat gestern vorsorglich acht Eisbrecher nach Hamburg verlegt.

tja

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