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Geesthacht bei E-Mobilität ganz vorn

Geesthacht/Ratzeburg Geesthacht bei E-Mobilität ganz vorn

Die Stadt Geesthacht wird im Lauenburgischen zum Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Zusammen mit den Stadtwerken Geesthacht wurden jetzt im Stadtzentrum fünf neue Standorte für Ladesäulen für Elektroautos aufgebaut. An jeder Ladesäule gibt es zwei Stellplätze, auf denen Autos während des Ladevorgangs parken dürfen.

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Ingmar Jürs schließt seinen E-Golf an eine Ladesäule hinter dem Geesthachter Rathaus an.

Quelle: Foto: Timo Jann

Geesthacht/Ratzeburg. Außerdem gibt es bereits seit vergangenem Jahr beim „Forsthaus grüner Jäger“ an der B 5 eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen und Strom für die Gäste.

LN-Bild

Die größte Stadt hat die meisten E-Ladesäulen – Nur ein Prozent Elektroauto im Kreis.

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E-Stammtisch

Elektroauto-Besitzer treffen sich am Sonnabend von 11 Uhr an zum Stammtisch im "Forsthaus Grüner Jäger" an der B 5 zwischen Geesthacht und Grünhof-Tesperhude. Dort können Interessierte mit den Fahrern ins Gespräch kommen.

An der Norderstraße finden sich die Ladesäulen gegenüber vom ZOB und auf dem Parkplatz hinter der Haspa, weitere Ladesäulen stehen an einem Parkplatz an der Elbuferstraße in Tesperhude (gegenüber vom Landhaus Tesperhude), auf dem Parkplatz des Rathauses und an der Querstraße unweit der Alfred-Nobel-Schule. Die Stellplätze sind mit blauer Farbe auf dem Boden markiert worden. „Wir leisten damit als Stadt Geesthacht und Stadtwerke Geesthacht, die diese Ladesäulen betreiben, unseren Beitrag zur Förderung der E-Mobilität, indem die Infrastruktur zum Laden von Elektrofahrzeugen ausgebaut wird. Damit erfüllen wir auch ein Ziel aus unserem Klimaschutzkonzept“, erklärt Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze. „Klimafreundlich fahren Elektrofahrzeuge mit unserem Ökostrom, der ausschließlich an diesen E-Säulen bezogen werden kann“, berichtet Markus Prang, der Geschäftsführer der örtlichen Stadtwerke. Das Land hat die Ladesäulen an der Norderstraße aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Die drei anderen Säulen wurden von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) gefördert. Schulze: „Die Dichte an Ladesäulen ist in der Stadt hoch. Sie sollen aber nicht nur von Geesthachtern genutzt werden, sondern stehen natürlich auch Auswärtigen zur Verfügung.“

Strom-Tankstellen im Verbreitungsgebiet der LN:

38800 Euro haben die neuen Ladesäulen gekostet. „Wir werden die Daten, wie oft Autos angeschlossen werden, erfassen, um das Interesse zu überprüfen“, sagt Jürgen Pflantz vom städtischen Umweltamt. Schulze kündigte an, dass die Stadtverwaltung noch dieses Jahr ein E-Auto als Dienstwagen anschaffen werde.

Derweil ist der Anteil von Elektroautos kreisweit noch eher übersichtlich. Von knapp 110000 zugelassenen Autos verfügen nach Angaben der Kreisverwaltung nur 106 über Elektroantrieb. Allerdings mit steigender Tendenz, die Zahl stieg in den vergangenen zehn Monaten um 30 Fahrzeuge an. Einer, der auf sein E-Auto schwört, ist Bernd Schubinski aus Geesthacht. Er fährt einen 38000 Euro teuren Nissan Leaf. „In den vergangenen zwei Jahren habe ich damit 50000 Kilometer zurückgelegt. Im Winter reicht die Akku-Ladung für etwa 120 Kilometer, im Sommer sind es 150“, berichtet Schubinski. Er fahre jetzt viel entspannter, Vollgas linke Spur sei jetzt nicht mehr sein Fahrstil. Und im Sommer erntet er den Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Die Bundesregierung hatte sich 2016 mit den Automobilherstellern auf eine Kaufprämie bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb verständigt. Doch das Interesse daran ist gering. „Es ist wichtig, die Attraktivität von E-Autos zu steigern“, ist Schubinski überzeugt. Schulze stimmt ihm dabei zu. Deshalb habe man das Projekt E-Ladesäulen gestartet. Der Kreis ging 2016 einen anderen Weg, beschaffte vier BMW für den Fuhrpark. Die Fahrzeuge haben eine Leistung von 125 kW/170 PS und verfügen im reinen Elektrobetrieb in der Praxis über eine Reichweite von rund 160 Kilometern, der zusätzliche kleine Benzinmotor ermöglicht im Bedarfsfall eine Gesamtreichweite von rund 300 Kilometern. Der Stromverbrauch der i3 wird von Hersteller BMW mit 13,5 Kilowattstunden auf 100 Kilometern angegeben. Für diese Fahrzeuge stehen Ladestationen in der Tiefgarage der Kreisverwaltung zur Verfügung. Kunden des Fachdienstes Straßenverkehr in Lanken können ebenfalls während der Öffnungszeiten eine E-Ladesäule nutzen.

Im Lauenburgischen gibt es außer in Geesthacht auch in anderen Orten Ladestationen. In Mölln auf dem Kurparkplatz in der Innenstadt eine Ladestation für zwei Elektroautos. In Ratzeburg steht ebenfalls eine öffentliche Ladestation auf dem Parkplatz am Rathaus. Aufgebaut von den Vereinigten Stadtwerken. Das Autohaus Riemer in Mölln bietet auch eine Ladesäule. In Lauenburg hat die Firma SenerTec eine eigene Stromtankstelle an der Berliner Straße aufgebaut. Die Stadt will aber nachlegen. In Wentorf/Hamburg kann man beim Autohaus Vorbeck am Südring Strom tanken und beim Forsthaus Friedrichsruh (Ödendorfer Weg) auch. Der Kreis möchte Preisgeld aus einem Umweltprojekt noch in diesem Jahr für den Bau einer E-Ladesäule am Geesthachter Gesundheitsamt einsetzen. In Lauenburg werden die Versorgungsbetriebe nach Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Nina Scheer von einem Projekt des Bundes im Bereich der Elektromobilität profitieren.

 Um ihr Ziel von einer Million zugelassener Elektroautos in Deutschland bis 2020 zu erreichen, hatte die Bundesregierung eine große Offensive angekündigt. So sollen bis Ende des Jahres auf Autobahnraststätten in ganz Deutschland 400 Schnellladesäulen für Elektroautos entstehen. Das Volltanken eines Renault Zoe kostet bei 27,5 Cent je Kilowattstunde etwa sechs Euro.

Das Problem des „Fremdparkens“ auf E-Ladestellen sehen die Betreiber als gering an.

 Timo Jann

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