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Lauenburg Geesthachter Hafenbrücke: Sanierung im nächsten Sommer
Lokales Lauenburg Geesthachter Hafenbrücke: Sanierung im nächsten Sommer
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23:08 14.10.2016
Die 2002 in Geesthacht aufgebaute Hafenbrücke soll im kommenden Jahr etwa ein Quartal lang saniert werden. Quelle: tja

Mindestens drei bis vier Monate werden die Geesthachter im kommenden Jahr auf den Blick von der Hafenbrücke aus verzichten müssen. So lange soll die erforderliche Sanierung des Bauwerks dauern. Und die lässt sich wegen der geplanten Arbeiten am Korrosionsschutz, für die warme Temperaturen erforderlich sind, nur über den Sommer erledigen.

Der Ausschuss für Bau und Verkehr hat die nötigen Finanzmittel in Höhe von 250 000 Euro jetzt in den Haushalt eingestellt. Auch Heinrich Siewers (SPD), der im September noch mit einem Abriss der Brücke geliebäugelt hatte, stimmte bei dem einmütigen Beschluss mit. Axel Schröder, Ingenieur der Ingenieurgesellschaft Böger & Jäckle aus Henstedt-Ulzburg, hatte im Fachausschuss auf Basis einer Bauwerksprüfung drei Varianten zur Beseitigung vorhandener Schäden präsentiert. Variante 1 sieht die Erneuerung des Holzbelags und der hölzernen Handläufe vor, bei Variante 2 kommt eine stellenweise Ausbesserung rostiger Stellen an der Stahlkonstruktion der Brücke dazu, und bei Variante 3 gibt es den Rostschutz komplett neu. In der Hoffnung, bei der dritten Alternative möglichst lange Ruhe vor der nächsten aufwendigen Sanierung zu haben, votierten die Politiker für diesen Ansatz. Der 320 Quadratmeter umfassende Holzbohlenbelag und der Handlauf gelten schon seit der Inbetriebnahme der 105 Meter langen Brücke im Jahr 2002 als Schwachpunkte. Schröder kündigte an, dass man versuchen werde, konstruktiv einen besseren Holzschutz zu erreichen und zu verhindern, dass Holz auf Holz liegt – was aufgrund von Regeneinfluss immer zu schwierigen feuchten Stellen führen würde.

Schröder vermutet, dass der Umzug der Brücke, die 1999 als Behelfsbrücke erstmals in der Nähe von Berlin montiert worden war, die Entwicklung der festgestellten Schäden begünstigt hatte.

Verspannungen, Windverbände und Schweißnähte weisen Korrosion auf. Grundsätzlich könne man von einer Lebensdauer von gut 80 Jahren für die Drei-Felder-Schrägseilbrücke ausgehen, so Schröder – gute Unterhaltung vorausgesetzt. Der Experte riet den Politikern, künftig etwa 10000 Euro jährlich für den Unterhalt des Bauwerks vorzusehen.

 tja

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