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Lauenburg Geesthachter reisen in die Bronzezeit
Lokales Lauenburg Geesthachter reisen in die Bronzezeit
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21:54 02.09.2016
Anhand von Ausgrabungsfunden nähert sich die Ausstellung einem Bild von der „Ersten Geesthachterin“. Quelle: hfr

 Die quirlige Elbestadt Geesthacht vor den Toren Hamburgs feiert in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag. Im Ortsteil Grünhof-Tesperhude jedoch machte man vor mehr als 80 Jahren einen sensationellen Fund: eine Grabanlage aus der Bronzezeit, rund 3000 Jahre alt. Liegt hier die erste Geesthachterin begraben? Und wie sah sie aus?

„Vor 3.000 Jahren“ heißt die neue Sonderausstellung im „GeesthachtMuseum!“, die sich genau mit dieser Frage beschäftigt. Bis zum 20. November lädt sie ein, spannende Ausgrabungsfunde und archäologische Erkenntnisse zu bestaunen.

Seit Jahrtausenden geht eine Sage in der Region um, wenn die Sprache auf den großen, unberührten Erdhügel in Grünhof-Tesperhude kam: „In diesem Berg haben in alten Zeiten große Feuer gebrannt“ und „in diesem Berg liegt ein Scheiterhaufen“, so heißt es. Es ist der Verdienst des Archäologen Karl Kersten, der den mündlichen Überlieferungen und einigen bronzezeitlichen Zufallsfunden solche Bedeutung beimaß, dass er 1932 eine Ausgrabung initiierte. Was er fand, war eine Sensation. Der Berg bedeckte eine Grabanlage mit fünf Gräbern aus der Bronzezeit. Die Baumsärge und das errichtete Totenhaus wurden bei der Bestattungsfeier verbrannt. Es ist das bis heute einzige Totenhaus, das nördlich der Elbe gefunden wurde.

Im bekanntesten Grab wurde eine junge Frau mit ihrem Kind bestattet. Heute im 800. Jubiläumsjahr der Stadt Geesthacht steht sie im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung.

Die faszinierende Rekonstruktion der ersten Geesthachterin und eine Skizze ihrer Lebenssituation ist bis zum 20. November im Krügerschen Haus in der Bergedorfer Straße 28 zu sehen.

Das älteste Haus Geesthachts

Das Krügersche Haus, ein niederdeutsches Hallenhaus von 1723, beheimatet neben dem „GeesthachtMusuem!“ mit seiner Dauer- und Sonderausstellung auch die Tourist-Information. Gäste erhalten Informationen zur Stadt, zum Jubiläumsprogramm und zur Übernachtung.

Öffnungszeiten der Sonderausstellung: Juli – Sept.: Mo – Fr 10 bis 18Uhr / Sa und So 11 bis 17 Uhr. Okt. – Nov.: Mo – So 11 bis 17 Uhr Mehr Informationen gibt es unter Telefon 0 41 52/83 62 58 oder per E-Mail an touristinfo@geesthacht.de

LN

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