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Lauenburg Geesthachterin ist stolz auf ihre „Methusalem-Eiche“
Lokales Lauenburg Geesthachterin ist stolz auf ihre „Methusalem-Eiche“
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21:36 26.09.2016
Christine Kiesecker von buch + spiel in Geesthacht vor ihrer „Methusalem-Eiche“. „Das ist ein total gutes Gefühl“, freut sie sich über ihren Kauf. Quelle: Timo Jann

Christine Kiesecker, die Inhaberin von „buch+spiel“ in Geesthacht, hat sich im Wald beim Gut Hasenthal einen besonderen Schatz gesichert – eine stattliche Eiche, eine so genannte „Methusalem-Eiche“. Der Eigenbetrieb Kreisforsten hat ihr den Baum im Rahmen eines Projekts für 800 Euro überlassen und ihn aus der Bewirtschaftung genommen. „Es ist ein Traum, ich hab eine eigene Eiche“, freut sich Christine Kiesecker.

9900 Hektar Wald

Die Kreisforsten sind mit 9900 Hektar der größte kommunale Waldbesitzer Deutschlands und sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst.

„Methusalem-Eichen“ ist ein Projekt, das der Eigenbetrieb gemeinsam mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg ins Leben gerufen hat. „Unsere Aufgaben sind der Naturschutz und die Erholung, aber eben auch die Erwirtschaftung von finanziellen Erträgen durch die Holznutzung“, erklärt Betriebsleiter Henner Niemann. Oft ein Spagat zwischen Ökologie und Ökonomie. „Das Projekt 'Methusalem-Eichen' soll dieses Spannungsfeld von wirtschaftlichen und ökologischen Interessen am Wald entschärfen“, erklärt Stiftungspräsident Klaus Schlie. Die Stiftung hat einen Teil ihres Kapitals bereits für das Projekt eingebracht. Jetzt setzt der Eigenbetrieb auch auf private Baumbesitzer.

Christine Kiesecker ist die erste, die sich eine Methusalem-Eiche gesichert hat. „Viel Leben für wenig Geld“, sinniert sie über den Kauf des Baumes. Denn die Eiche bleibt stehen, bietet Tieren einen Lebensraum. Gefällt wird sie nicht. Stürzt sie irgendwann altersbedingt um, bleibt sie liegen und ist weiter Lebensraum. In ihrem Geschäft steckt sie für jede Tüte, die Kunden nicht benötigen, zehn Cent in ein Sparglas. Wer mag, darf gerne selbst spenden. „Wir können dann vielleicht irgendwann eine weiter Methusalem-Eiche kaufen. Das ist ein total gutes Gefühl“, sagt Christine Kiesecker.

Förster André Guiard hat im Wald beim Gut Hasenthal mehrere solcher markanten Eichen stehen. „Die Bäume sind natürlich durchaus wertvoll für den Holzverkauf, sie haben aber auch eine hohe ökologische Funktion, die wir durch dieses Projekt bewahren können“, erklärt Guiard. „Die Zusammenarbeit mit den Forstfachleuten ist sehr gut. Viele Eichen mit mächtigen Baumstrukturen, Totholz und Astlöchern bieten seltenen Käfern, Fledermäusen und vielen anderen Arten einen langfristigen Lebensraum“, sagt Thomas Neumann, der Naturschutzbeauftragte des Kreises.

• Weitere Informationen gibt es im

Internet unter www.kreisforst.de

 Timo Jann

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