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Lauenburg Geesthachts Kleines Theater ist groß geworden
Lokales Lauenburg Geesthachts Kleines Theater ist groß geworden
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09:06 08.03.2016
Geschäftsführer Thorsten Winkler im großen Saal des Kleinen Theaters Geesthacht, das 2015 rund 60000 Besucher hatte. Quelle: ge

Der Mann sprüht vor Ideen, und er kann begeistern: Thorsten Winkler, der eigentlich Lehrer werden wollte, führt seit zwei Jahren das Kleine Theater Schillerstraße (kTs) in Geesthacht. Und das mit großem Erfolg. Die Besucherzahlen sind um 50 Prozent gestiegen, im vergangenen Jahr waren es rund 60000.

„Ich bemühe mich um Balance zwischen Qualität und Kosten“, sagt der 40-Jährige. Sein Konzept scheint aufzugehen. Es gebe Zuwächse im Bereich Theater, Kino und Gastronomie um 80 Prozent, eine Gewinnsteigerung gegenüber 2014 um mehr als 100 Prozent. Deshalb konnte jetzt auf Kosten der GmbH ein dritter Kinosaal gebaut werden, im Studio im Souterrain (50 Plätze). Im großen Saal gibt es 293 Plätze, im Kinosaal II im Haus nebenan 111. Und die waren im vergangenen Jahr stets gut gefüllt. „Ich möchte eine Kultur- und Veranstaltungsstätte schaffen“, sagt der Vater von zwei kleinen Kindern (5 und 1). Die Beiden sieht er zurzeit aber kaum, denn da seine Assistentin in Mutterschutz ist, bewältigt Winkler derzeit eine 60 bis 70 Stunden-Woche. Dazu kommt die Anfahrt. Seine Familie wohnt in Brunsbek (Stormarn). „Da muss ich jetzt irgendwie durch. Im Mai wird es besser, dann kommt die Vertretung“, sagt Winkler, der ganz offensichtlich für sein Unternehmen brennt.

Sein Konzept steht in krassem Gegensatz zu dem seines Vorgängers, der einen Schwerpunkt in kostenintensiven Theaterproduktionen sah. Winkler, der schon als Schüler und Student in Kinos arbeitete, und zuletzt das Cinemax in Hamburg-Wandsbek leitete, hat viel Energie in das Standbein Kino gesteckt: Er stellte die Warenwirtschaft für die Gastronomie um („Popcorn machen wir jetzt selbst“), zeigt Filme zum Bundesstart („die Menschen wollen Blockbuster sofort sehen“), macht Live-Übertragungen von der MET New York und dem Bolschoi-Ballett und setzt auf Erlebnisgastronomie: Der Film Dirty Dancing wurde mit Einlagen einer Tanzschule und anschließender Party begleitet, das Buffet zum Frühstückskino machen er und seine beiden Mitarbeiter selbst. Und der leidenschaftliche Hobby-Koch scheint es gut zu machen. Es kommen zwischen 50 und 80 Leuten, um vor dem Filmgenuss zu schlemmen. Nicht ganz ohne Risiko war die Vorführung eines Dokumentarfilms zu den Hell‘s Angels. „Da saßen 300 Rocker im Saal, und ich habe gesagt, dass ich Gewalt verabscheue. Da war es ganz still, aber es blieb friedlich“, so der kTs-Geschäftsführer, der von der Stadt als Gesellschafter mit 290 000 Euro jährlich für den Theaterbetrieb unterstützt wird. 70 Veranstaltungen waren es im vergangenen Jahr, die nichts mit Kino zu tun hatten.

Thorsten Winkler, der viele Künstler und Agenturen kennt, hat bekannte Schauspieler nach Geesthacht geholt: Rufus Beck, Martin Semmelrogge, Horst Schroth oder den Komiker Ingo Oschmann. In der kommenden Saison können sich die Besucher auf die Theaterfassung von „Honig im Kopf“ mit Achim Wolff und Karsten Speck freuen. . . mehr will der Event-Manager, der mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache ist, noch nicht verraten.

Geesthacht lacht

Der erste kts-Comedy-Club startet am 24. Mai im kleinen Theater, moderiert von Komiker Ingo Oschmann. Mehrere Comedians, keine Newcomer, sind dabei. Die Hamburger Volksbank unterstützt das Projekt zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Geesthacht von der Hamburger Volksbank.

Die Volksbank unterstützt den kts-Commedy-Club und spendet für jede Kontoeröffnung 50 Euro für die Umsetzung des Comedy-Konzeptes.

Von Silke Geercken

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