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Lauenburg Gehen die Brandstiftungen weiter?
Lokales Lauenburg Gehen die Brandstiftungen weiter?
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19:25 12.03.2018
Schwarzenbek

Offiziell ist die Brandursache noch unklar, doch vieles deutet an der geparkten Zugmaschine auf Brandstiftung hin. Die Polizei schätzte den Schaden auf 100000 Euro und sicherte an der Brandstelle Spuren.

„Als wir an der Einsatzstelle waren, brannte die Zugmaschine lichterloh.Andreas Böttcher,

Gruppenführer

Gegen Mitternacht hatten Anwohner der Aubenasstraße über den Notruf einen mutmaßlichen Großbrand und Explosionen bei einer auf Holztransportkisten spezialisierten Firma an der Industriestraße gemeldet. Sie waren durch Knallgeräusche aufgeschreckt worden und hatten dann hellen Feuerschein gesehen. „Als wir wenig später an der Einsatzstelle waren, brannte die Zugmaschine lichterloh“, berichtete Andreas Böttcher, Gruppenführer auf dem zuerst eingetroffenen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug. Weitere Fahrzeuge folgten in kurzen Abständen, so dass ein massiver Löschangriff vorgenommen werden konnte.

Weil die Zugmaschine direkt an einem Hydranten geparkt war, musste über 200 Meter eine Wasserversorgung von einem anderen Hydranten aufgebaut werden. Drei Trupps, die sich durch Atemschutzgeräte gegen den Rauch schützten, bekämpften die Flammen erst mit Druckluftschaum und später mit Wasser. Mit dem hydraulischen Rettungsspreizer, der sonst bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt, musste die Fahrertür aufgebrochen werden, um auch im Inneren löschen zu können. Außerdem wurde so überprüft, dass der Trucker nicht im Schlaf in der geparkten Zugmaschine vom Brand überrascht worden war. Die gemeldeten Explosionsgeräusche stammten vermutlich von geplatzten Reifen des Mercedes.

Eine zweite geparkte Zugmaschine wurde durch das Feuer beschädigt. Die Flammen waren so heiß, dass ein Tank der brennenden Zugmaschine schmolz. An dem anderen Tank stellten die Polizisten einen geöffneten Verschluss fest.

Nach einer Stunde konnten die Feuerwehrleute wieder von ihrem Jubiläums-Einsatz einrücken: Es war bereits der 50. Alarm in diesem Jahr. Gegen 19 Uhr am Sonntag waren sie schon als Messtrupp bei einem Gasalarm in Dassendorf im Einsatz gewesen, der sich als Fehlalarm herausstellte. Am Montagmorgen ging es um 8 Uhr dann erneut raus: An der Danziger Straße hatte eine Frau einen piependen Rauchwarnmelder gehört und die Feuerwehr angefordert. Die Einsatzkräfte fanden den Melder im Gebüsch – vermutlich hatte ihn jemand nach einem Alarm aus einer Wohnung geworfen.

Serie im vergangenen Jahr

Im März 2017 hatte eine Reihe von Brandstiftungen in Schwarzenbek begonnen. Erst standen am 15. März drei Altpapiercontainer an der Kollower Straße und an der Möllner Straße in Flammen, am 17.

März brannten dann an vier Stellen im Stadtgebiet acht Autos.

In der Folge gingen bis Juli zahlreiche weitere Autos und vor allem ein ehemaliges Restaurant, eine Autowerkstatt und ein Blumenladen an der Hamburger Straße in Flammen auf.

Lediglich bei dem Blumenladen konnten die Polizisten bisher einen Tatverdächtigen ermitteln. Die Polizei konnte ihm bislang nicht nachweisen, dass er auch für die anderen Brände verantwortlich ist. tja

Timo Jann

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