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Lauenburg Geld vom Land: Kreis bringt mehr Busse auf die Straße
Lokales Lauenburg Geld vom Land: Kreis bringt mehr Busse auf die Straße
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20:13 11.10.2017
Im Kreis sollen ab Dezember deutlich mehr Busse fahren und es auch mehr Pünktlichkeit geben. Rund 750000 Euro investiert der Kreis zusätzlich.

Mehr als 6,6 Millionen Euro steckt der Kreis pro Jahr in den Öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße (ÖPNV). Und dennoch gibt es noch zahlreiche Lücken. Weil der Bund dem Land mehr Geld gibt, zahlt dieses dem Kreis für 2018 zusätzlich 350000 Euro – jedoch nur, wenn der Kreis dafür mehr Buskilometer auf die Straße bringt und nicht einfach das Defizit reduziert.

Deutliche Verbesserungen am Wochenende soll es bereits ab Dezember auf der Strecke Ratzeburg-Mölln-Wandsbek (Linie 8700) geben. „Wir haben dort nur vier Linienpaare“, sagte Kreis-Verkehrsplaner Andrew Yomi im Regionalausschuss des Kreises. „Wir haben am Wochenende häufig große Gruppen wie Schulklassen mit dem Ziel der Ratzeburger Jugendherbergen oder Wandergruppen. Das führt dazu, dass die Busse immer wieder überfüllt sind und nicht alle Fahrgäste mitkommen.“ Rund 85000 Euro sind für zusätzliche Fahrten vorgesehen.

Verbesserungen soll es auch bei den Verbindung zwischen der Geesthachter Oberstadt und Bergedorf in der Hauptverkehrszeit geben. „Wir haben uns die Nutzerzahlen mal genauer angesehen und durchaus einen Bedarf festgestellt“, sagte Yomi. So sollen bislang am Geesthachter Zob endende oder beginnende Fahrten zwischen 6 und 9 Uhr sowie ab nachmittags in die Oberstadt verlängert werden und so der Takt von 20 auf 40 Minuten verstärkt werden. 45000 Euro sind dafür eingeplant.

Zwischen Mölln, Berkenthin und Lübeck-Kronsforde (Linie 8770) gibt es derzeit „relativ große Lücken im Fahrplan von bis zu drei Stunden“. Auch das will der Kreis ändern und auch zusätzliche Fahrten am frühen Abend anbieten. Derzeit ist die letzte Verbindung gegen 17 Uhr. „So könnte die Linie auch von Berufsschülern besser für das Erreichen des Berufsbildungszentrum in Mölln sowie von Schülern der Lübecker Schulen aus dem Nordkreis genutzt werden“, sagt Yomi. Immerhin 185000 Euro werden diese Fahrten im kommenden Jahr kosten.

Über einen Nachtbus aus Bergedorf können sich ab Dezember die Schwarzenbeker freuen. Ein entsprechender Antrag der Grünen ist ebenfalls aufgenommen worden. Die drei zusätzlichen Fahrten um 1 Uhr, 2 Uhr und 3 Uhr würden finanziell „kaum ins Gewicht fallen“, so Yomi. Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember fest eingeplant sind Verbesserungen auf den Linien 8760 (Mölln-Nusse-Trittau), 8730 (Ratzeburg-Nusse-Sandesneben-Ahrensburg) und 8790 (Ratzeburg-Sterley-Zarrentin).

Außerdem muss der Kreis auf zahlreichen Strecken um einige Minuten nachsteuern, da die theoretisch berechneten Fahrtzeiten oft nicht eingehalten werden. Durch leichte Änderungen bei den Zeiten der Züge in Büchen und Schwarzenbek müssen ebenfalls Busverbindungen angepasst werden. Für beide Maßnahmen erwartet Yomi „erhebliche Mehrkosten“.

Barrierefreiheit

Der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen wird auf Antrag der CDU künftig zusätzlich mit 100000 Euro pro Jahr gefördert. Das Geld soll aus Restmitteln des Verkehrsetats kommen.

Für Pilotprojekte zum autonomen Fahren der Städte Lauenburg und Schwarzenbek wir der Kreis auf Antrag der CDU einmalig einen Zuschuss von 70000 Euro zur Verfügung stellen.

Beim Nahverkehr sind die Kreise grundsätzlich für die Busse verantwortlich und erhalten dafür Kommunalisierungsmittel vom Land. Die knapp 3,9 Millionen Euro sind allerdings seit Jahren nicht ausreichend, so dass der Kreis rund 6,6 Millionen Euro zuschießen muss. Der Schienengebundende Nahverkehr (SNVP) wird vom Land finanziert.

Holger Marohn

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