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Gemeinde: Skulpturenpark wird ausgetrocknet

Büchen Gemeinde: Skulpturenpark wird ausgetrocknet

Der Skulpturenpark am Büchener Bahnhof soll nicht auf Dauer bestehen bleiben. Das gab Bürgermeister Uwe Möller (SPD) im Kulturausschuss bekannt. Das Projekt war vor zehn Jahren gestartet - jetzt sind dort eher Parkplätze gefragt.

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In Büchen an der Bahnstrecke Hamburg – Berlin stehen mehrere Skulpturen Ludwig Vöpels.

Quelle: Malzahn

Büchen.  Ziel des vor vier Jahren mit dem Büchener Künstlers Ludwig Vöpel geschlossenen Vertrages sei gewesen, „das Projekt auf Dauer auszutrocknen“, sagte Möller im Ausschuss.

Zumindest bei der CDU sorgten Möllers Darstellungen für Irritationen. „Dieses Ziel war mir bei Vertragsabschluss nicht bewusst“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Bert Müller (CDU). Er sei vielmehr davon ausgegangen, dass die auf dem brachliegenden Rangiergelände stehenden Kunstwerke nicht regelmäßig mit neuen Kunstwerken getauscht werden sollten. „Dabei habe ich nicht daran gedacht, dass die Werke mutwillig zerstört werden könnten“, so Müller.

Bürgermeister Uwe Möller hatte zuvor damit gedroht, dass im Falle eines Umdenkens in Sachen Skulpturenpark die gesamten Pläne zum Bau der Mobilitätsdrehscheibe für zwei Jahre gestoppt werden müssten. Auf dem Gelände sollen Parkplätze und ein Busbahnhof entstehen. „Es liegt in der Beschlussfassung der Gemeinde, ob wir ein laufendes Verfahren aufhalten und Zuschussgebung gefährden wollen“, sagte Bürgermeister Möller. „Ich hänge an diesem Bahnhofskonzept, seitdem ich 2001 da auf dem Bahndamm gestanden haben“, so Möller.

Das Problem ist, dass die Gemeinde für den Bau der Mobilitätsdrehscheibe naturschutzrechtlichen Ausgleich schaffen muss – ausgerechnet dort, wo auch die Skulpturen stehen. Aufgrund dieser Ausgleichs-Forderungen muss auch die Gemeinde auf eine Fläche für 30 zusätzliche Parkplätze verzichten. Nach Angaben des Kreises würde eine regelmäßige Begehung durch Besucher des Skulpturenparkes stören. Gleiches gelte für einen An- und Abtransport von Skulpturen. Die jetzt dort stehenden Skulpturen würden Eidechsen und Käfer jedoch nicht stören, heißt es vom Kreis.„Wir dürfen einmal im Jahr den Bewuchs zurückschneiden, um ein Verbuschen der Trockenrasenfläche zu verhindern“, sagt Möller.

Vor zehn Jahren hatte Vöpel nach zähen Verhandlungen mit der Bahn die ersten Kunstwerke an der ICE-Strecke aufstellen dürfen.

Unterstützung gab es damals von der CDU-geführten Landesregierung. Ziel war nach einem Kauf der Fläche durch die Gemeinde dort auch einen Zugang zum Kanal zu schaffen. Sogar eine öffentliche Förderung war in Aussicht gestellt. Inzwischen haben sich die politischen Mehrheiten geändert. In Kiel regiert die SPD-geführte Küstenkoalition. In Büchen hat die SPD eine absolute Mehrheit.

Kein Denkmal für Lyriker Peter Rühmkorf in Büchen

Dem 2008 in Roseburg verstorbenen Lyriker Peter Rühmkorf wird in Büchen kein Denkmal gesetzt. Der Kulturausschuss der Gemeinde Büchen hat es am Dienstagabend abgelehnt, über einen entsprechenden Antrag des Büchener Rühmkorf-Fans Carlo Backhausen abzustimmen. Zunächst hatte der Ausschuss-Vorsitzende Bert Müller vergeblich versucht, Antragsteller Backhausen an die Kreisparkasse zu verweisen. Das Kreditinstitut ist Grundeigentümer einer der in Frage kommenden Flächen für das Denkmal. Bürgermeister Uwe Möller wies darauf hin, dass Rühmkorfs Schwägerein ihn inständig gebeten habe, den Wunsch nach einen Verzicht auf ein Denkmal zu respektieren. In früheren Schreiben gegenüber Backhausen hatte sich die Familie für ein Denkmal in Hamburg ausgesprochen.

Unterstützung für ein Rühmkorf-Denkmal kommt von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine. „Das wäre eine tolle Sache“, sagt Vorsitzende Meike Behm. Grundsätzlich würde sie empfehlen, so etwas aber mit dem Nachlassverwalter abzustimmen. Ungeachtet dessen stehe es aber jedem Künstler frei, ein Werk nicht als Denkmal, sondern als Hommage an jemanden zu deklarieren.

 Holger Marohn

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