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Lauenburg Gemeinden spüren den gesellschaftlichen Wandel
Lokales Lauenburg Gemeinden spüren den gesellschaftlichen Wandel
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21:16 09.01.2018
Die Abgeordneten des Landtags, Jan Marcus Rossa (FDP), Kathrin Wagner-Bockey (SPD), Andrea Tschacher (CDU) und Klaus Schlie (CDU, von links) trafen sich mit Bürgermeistern und Amtsvorstehern aus dem Lauenburgischen. Eingeladen hatte der Vorsteher des Amtes Büchen, Martin Voß. Quelle: Foto: Burmester
Büchen

Die Städte und Gemeinden im Kreis investieren in den Ausbau der Kinderbetreuung. „Wir nehmen diese Aufgabe gern an und versuchen uns immer wieder den Bedürfnissen der Eltern und Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren zu stellen“, berichtet Martin Voß aus Fitzen, der auch Kreisvorsitzender des Gemeindetages ist.

Die gesetzlichen Ansprüche und der gesellschaftliche Wandel seien deutlich zu spüren. Sowohl Eltern als auch Städte und Gemeinden litten unter den hohen Betriebskosten. Auch deshalb plant das Land inzwischen eine Neuordnung der Kita-Finanzierung. Bis zum Jahr 2022 will die Landesregierung mehr Geld an Eltern und Einrichtungen geben, in die Qualität investieren. Der Gemeindetag begrüßt diesen Schritt ausdrücklich, fordert allerdings mit Blick auf die sehr angespannte Haushaltslage seiner Mitgliedsgemeinden einen früheren Einstieg in die Entlastung der Kita-Träger. Nach Berechnungen des Kreisverbandes müssten die Städte und Gemeinden landesweit 46 Millionen Euro in diesem Jahr und schon im kommenden Jahr 53,5 Millionen Euro mehr an Betriebskostenförderung erhalten, um den Ausbau der Betreuung, insbesondere im Krippenbereich, nicht zu gefährden.

Frühestens 2019 sollen die Kommunen weitere 15 Millionen Euro erhalten. Das sei viel zu wenig, um den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben für Bildung und Frühförderung gerecht zu werden, machten die Mitglieder des Gemeindetages im Herzogtum Lauenburg gegenüber den Landtagsabgeordneten aus der Region deutlich.

Ein weiteres großes Thema war auch die Landesentwicklungs- und Regionalplanung. Die laufenden Verfahren werden von den Vertretern des Gemeindetages als zu lang und überreguliert angesehen. Werner Rütz, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Lauenburgische Seen, machte deutlich, dass der notwendige Wohnungsbau mit den bisherigen Instrumenten der Landesplanung nicht gelingen werde. „Unsere Gemeinden stehen bereit und wollen mithelfen, den Planungsstau zu überwinden und notwendige Wohnbauflächen auszuweisen“, erklärt Rütz. Eine mögliche Sofortmaßnahme wäre nach Ansicht der Mitgliedsgemeinden des Gemein-

detages, Quoten zur Ausweisung von Wohnbauflächen für einige Jahre auszusetzen. Auch könnte man den Landgemeinden mit starkem Siedlungsdruck, deren Quoten bereits ausgeschöpft sind, neue zuweisen oder in Zielabweichungsverfahren Ausnahmen zur Ausweisung von Wohnbaugebieten einräumen.

Vertreter aus dem Lauenburgischen

Der Kreisverband des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages setzt sich aus dem Gemeinden des Kreises Herzogtum Lauenburg und den beiden hauptamtlich geführten Gemeinden Büchen und Wentorf/HH zusammen. Kreisvorsitzender ist Amtsvorsteher Martin Voß (Fitzen), Stellvertreter Ulrich Hardtke (Labenz), Joachim Bretzke aus Büchen ist Geschäftsführer. Zum Vorstand gehören Amtsdirektor Frank Hase und Geert Schuppenhaus (Amt Berkenthin), die Bürgermeister Andreas Albrecht (Rondeshagen), Wolfgang Pagel (Buchholz) und Gerd Lütge (Buchhorst), sowie die Amtsvorsteher Friedhelm Wenck (Amt Breitenfelde), Klaus Hansen (Amt Schwarzenbek Land) und Gemeindevertreter Karsten Feldt aus Wentorf bei Hamburg.jeb

Jens Burmester

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