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Lauenburg Geschnappt: Spielhallen-Räuber kam mit seiner Machete nicht weit
Lokales Lauenburg Geschnappt: Spielhallen-Räuber kam mit seiner Machete nicht weit
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11:03 30.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Der junge Mann steht in dringendem Verdacht, gegen 21.30 Uhr die Spielhalle in der Hauptstraße überfallen und anschließend mit dem erbeuteten Geld zu Fuß geflohen zu sein.

Die 38-jährige Angestellte der Spielhalle hielt sich zu der Zeit gerade am Tresen auf, als der Tatverdächtige hereinkam. Er hackte die Klinge seiner Machete direkt neben der Hand der Frau in den Tresen und forderte die Angestellte auf, ihm das Bargeld herauszugeben. Sie kam dem nach. Anschließend floh der Tatverdächtige mit einer geringen Summe Bargeld und einem Laptop, den er auch noch mitgenommen hatte. Die 38-Jährige rief sofort bei der Polizei an, stand noch deutlich unter dem Einfluss des Geschehens. Eine medizinische Versorgung lehnte sie aber ab. Gestern war die Frau noch nicht wieder arbeitsfähig.

Mehrere Zeugen hatten unmittelbar nach dem Überfall einen Mann von der Spielhalle in Richtung Wasserkrüger Weg weglaufen sehen. Im Rahmen der Fahndung entdeckten die Beamten den 18-jährigen Möllner, auf den die Beschreibung passte. Er trug einen Laptop unter dem Arm. Als ein Beamter den Mann festhalten wollte, riss er sich los und rannte in Richtung Gudower Weg davon. Der Beamte verfolgte ihn zu Fuß. Der junge Mann versuchte währenddessen, ständig etwas aus seiner Jacke herauszuholen – möglicherweise ein Messer. Daraufhin gab der Polizist einen Signalschuss in die Luft ab. Der 18- Jährige rannte trotzdem weiter, den Laptop ließ er in der Hindenburgstraße fallen. Plötzlich blieb der Tatverdächtige stehen und wollte offenbar etwas aus seiner Jacke herausziehen. Der Beamte musste ihn mehrfach auffordern, sich auf den Boden zu legen. Bei der Durchsuchung seiner Sachen fanden die Beamten in der Jacke ein Messer mit einer etwa 10 Zentimeter langen Klinge, eine Dose Pfefferspray, eine 50 Zentimeter lange Stoffscheide für eine Machete im Ärmel und diverses Bargeld. Die Machete fanden sie noch auf dem Fluchtweg. Die Beamten legten ihm Handfesseln an und nahmen ihn mit zur Wache.

Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von 0,68 Promille. Des Weiteren bestand der Verdacht, dass er Betäubungsmittel konsumiert hatte. Einen freiwilligen Drogenschnelltest lehnte er ab. Die Beamten ordneten die Entnahme von Blutproben an. Der 18-Jährige war bereits mehrfach wegen verschiedener Delikte polizeilich in Erscheinung getreten. Die Staatsanwaltschaft Lübeck beantragte einen Haftbefehl. ln

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